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Bundesmodellprojekt "Frühe Intervention beim Pathologischen Glücksspiel"

Das im Herbst 2007 begonnene und vom Bundesgesundheitsministerium geförderte, dreijährige Modellprojekt „Frühe Intervention beim Pathologischen Glücksspielen“ konnte Ende 2010 erfolgreich abgeschlossen werden. Hauptziele des Projektes waren die fachliche Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ambulanten Suchtberatungsstellen im Umgang mit Pathologischen Glücksspielerinnen und -spielern sowie deren Angehörigen, um in diesem Zusammenhang mehr Menschen mit pathologischem Glücksspielverhalten zu einem früheren Zeitpunkt der Sucht zu erreichen.

Diese Ziele konnten im Projektverlauf von allen bundesweit am Projekt beteiligten 17 Beratungs- und Behandlungsstellen der Suchthilfe erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden. Insgesamt konnten 1.422 Klienten und 232 Angehörige während des Dokumentationszeitraumes (01/01/08 - 31/07/10) beraten werden. Für 59% war dies der erste Kontakt mit dem Suchthilfesystem. Im Verlauf konnte die Anzahl der erreichten Klienten mit einem problematischen bzw. pathologischen Glücksspiel-verhalten überall deutlich gesteigert werden. Die weit überwiegende Zahl der Klienten (86,8 %) spielt an Geldspielautomaten in Spielhallen und gastronomischen Betrieben. Zunehmend wurden aber auch andere Spielformen als Auslöser der Glücksspielsucht benannt, wie z.B. Glücksspiel im Internet oder Sportwetten.

Als deutliche Belege einer erfolgreich umgesetzten frühen Intervention konnten im Verlauf verstärkt Personen erreicht werden, die jünger sind, eine geringere Verschuldung aufweisen und/oder nur einmalig in die Beratung im Sinne einer Kurzintervention kommen.

Die Qualifizierung der Mitarbeiter erfolgte im Rahmen von neun Kompaktseminaren, denen ein umfassendes Curriculum zugrunde lag.

Ein Hauptinhalt der Arbeit im dritten Projektjahr lag zudem auf der Formulierung und Erprobung verschiedener neuer „Arbeitshilfen Glücksspielsucht“, welche grundsätzlich für die Anwendung in der Spielerberatung in Suchtberatungsstellen geeignet sind.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. hat das Projekt koordiniert und die Fortbildungen durchgeführt, die FOGS-GmbH hat es evaluiert und begleitet.

Weitere Informationen unter:

http://www.dhs.de/nc/projekte/aktuelle-projekte/gluecksspiel.html

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