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Suchtselbsthilfe

Die Suchtselbsthilfe ist ein unverzichtbarer Teil der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland. Selbsthilfe ist in ihren Organisationsstrukturen frei. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) übernimmt als Dachorganisation Koordinierungs- und Vertretungsaufgaben für die bundesweiten Sucht-Selbsthilfeverbände, die im Gesamtsystem der Suchthilfe einen selbstständigen und unverzichtbaren Beitrag leistet. Ihre Angebote richten sich an Suchtkranke und deren Angehörige vor, während und nach der Therapie. Darüber hinaus sind Selbsthilfegruppen Ansprechpartner für Betriebe, Arztpraxen und Beratungsdienste. Als Mitgliedsorganisationen der DHS wirken die Selbsthilfeverbände an gesundheitspolitischen Willensbildungen und Entscheidungen mit. Sie vertreten ein vielfältiges Spektrum von Betroffenen, deren Angehörigen und ehrenamtlich Aktiven. Ihre Arbeitsschwerpunkte und -konzepte sind unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen die Kooperation untereinander und die Zusammenarbeit mit der professionellen Suchthilfe, um die Versorgung Suchtkranker und ihrer Angehörigen durch die Einbeziehung der Betroffenenkompetenz zu verbessern. Im Jahr 2010 thematisierte die 9. Sucht-Selbsthilfekonferenz der DHS die Gesundheitsförderung in der Sucht-Selbsthilfe. Der Titel „Von der Last zur Lust – Sucht-Selbsthilfe auf einem gesunden Weg“ spiegelte das Ziel wieder, Gesundheitsförderung in der Sucht-Selbsthilfe als Aktivität der Rückfallprophylaxe zu erfahren.

www.dhs.de/dhs/mitglieder.html

Modellprojekt „S.o.G. – Sucht-Selbsthilfe optimieren durch Gesundheitsförderung“

Das Projekt „Sucht-Selbsthilfe optimieren durch Gesundheitsförderung (S.o.G.)“ wurde verbandsübergreifend vom Blauen Kreuz in Deutschland, dem Blauen Kreuz in der Evangelischen Kirche, den Freundeskreisen für Suchtkrankenhilfe, dem Kreuzbund und von den Guttemplern in Deutschland konzipiert. Mit Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wurde es von April 2008 bis September 2010 durchgeführt. Ziel war es, Angebote der Sucht-Selbsthilfe gezielt um Themenbereiche der Gesundheit zu erweitern, um eine suchtrisiko- und rückfallminimierende Lebensgestaltung zu fördern. Zwölf Workshops zu den Themen: „Rauchfrei leben“, „Gesunde Ernährung“ und „Bewegung und Sport“ fanden statt. Die Teilnehmer wurden als Multiplikatoren für den Transfer der Workshopinhalte in die Gruppen- und Verbandsarbeit geschult. Gesundheit wird dabei ganzheitlich betrachtet und umfasst das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden sowie einen ausgewogenen Lebensstil. Zum Abschluss des Projektes entstand ein Leitfaden „Sucht-Selbsthilfe – ein Ort für Gesundheitsförderung“. Praxisnah benennt er Beispiele für gesundheitsorientierte Aktivitäten in Suchtselbsthilfegruppen.

Leitfaden

Kurzbericht

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