Hilfe – anonym, bundesweit, rund um die Uhr!
leistet die Sucht & Drogen Hotline: 01805-313031
Die bundesweit einheitliche „Sucht & Drogen Hotline“ ist unter der Telefonnummer 01805 313031*zu erreichen. Sie bietet telefonische Beratung, Hilfe und Informationen durch erfahrene Fachleute aus der Drogen- und Suchthilfe. An die Sucht & Drogen Hotline können sich sowohl Menschen mit Suchtproblemen als auch deren Angehörige, Freunde oder Kollegen wenden. Die Hotline ist 24 Stunden am Tag besetzt.
* 0,14 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.
Entzugsbehandlung
Suchtmittelabhängigen stehen in Deutschland etwa 6.500 Plätze für einen Entzug zur Verfügung. Die Entzugsbehandlung ist die körperliche Entgiftung, die in 200 psychiatrischen Krankenhäusern sowie internistischen Kliniken durchgeführt wird. Die Kosten hierfür werden von der gesetzlichen Krankenkasse getragen.
Entwöhnungsbehandlung
In Deutschland sind für die medizinische Rehabilitation von Suchtkranken ca. 12.000 Therapieplätze vorhanden, 4.000 davon für Abhängige von illegalen Drogen. Ziel ist die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. Dabei umfasst die Therapie nicht nur medizinisch-therapeutische Maßnahmen sondern auch soziale und seelische Elemente. Die Kosten trägt die gesetzliche Rentenversicherung.
In der Einrichtungsdatenbank der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen können Sie wichtigen Informationen zu Suchtberatungsstellen und Suchthilfeeinrichtungen in Ihrer Nähe finden.
Selbsthilfe
In über 10.000 Selbsthilfegruppen sind in Deutschland ca. 150.000 Suchtkranke und deren Angehörige aktiv. Menschen mit ähnlichen Problemen schließen sich zusammen und helfen sich gegenseitig mit dem Ziel, eine autonome Lebenspraxis zu erlangen. Selbsthilfe ist kostenlos, wird jedoch gefördert von Bund, Ländern, Sozialversicherungsträgern und Wohlfahrtsverbänden.
Substitution
Ca. 77.400 Opiatabhängige erhalten in Deutschland eine Substitutionsbehandlung (Stichtag: 31.12.2010). Durch die Behandlung mit einem Ersatzstoff, zumeist Methadon, haben die Betroffenen die Chance, sich zunächst gesundheitlich und sozial zu stabilisieren und sich dann beruflich zu rehabilitieren. Mehr über Substitution erfahren.
Änderung der Psychotherapierichtlinie
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hatte sich in der Vergangenheit dafür eingesetzt, dass die psychotherapeutische Behandlung Suchtkranker nicht zwangsläufig die Abstinenz von Suchtmitteln voraussetzt. Sie freut sich daher über die neue Regelung in der Psychotherapie-Richtlinie, nach der eine ambulante Psychotherapie bei Suchterkrankungen nun unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist.
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