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Besuch der AHG Klinik Wigbertshöhe

Therapeutischen Alltag hautnah miterlebt

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, besuchte am 19. Juli die AHG Klinik Wigbertshöhe und machte sich vor Ort ein Bild vom Therapiealltag und den Erfolgsfaktoren der medizinischen Sucht-Rehabilitation

Mit Suchterkrankten ins Gespräch kommen, Therapiealltag, -konzepte und Erfolgs­parameter medizinischer Rehabilitation kennenlernen – das waren die Ziele eines Pra­xistages der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Mechthild Dyckmans in Bad Hersfeld. Beim Besuch der AHG Klinik Wigbertshöhe, die sich hier auf die Behandlung von Suchterkrankungen spezialisiert hat, konnte sich die FDP-Abgeordnete im Aus­tausch mit Patienten und Behandlern über Aufgaben, Erfolgschancen und künftige Anforderungen an eine erfolgreiche Behandlung informie­ren. Für die Region Bad Hersfeld ist die AHG Klinik Wigbertshöhe seit 34 Jahren nicht nur eine renom­mierte Adresse sondern auch ein bedeutender Wirtschafts­faktor. Rund 350 Patienten werden hier im Jahr therapiert. „Abhängigkeitserkrankungen sind ein Problem die in allen Gesellschafts- und Altersschichten vorkommen“ stellte Mechthild Dyckmans bei ihrem Besuch fest.

Herausforderung ältere Patienten und neue Abhängigkeiten

Im fachlichen Gespräch stellten Chefärztin Dr. med. Heike Hinz, Verwaltungsdirektor Martin Manns und AHG-Vorstand Rudi Schäfer vor allem den Wandel therapeutischer Leistungen heraus. Ein Trend, der nicht nur in der gesamten Rehabilitation festzustellen ist, sondern auch innerhalb des bundesweiten Behandlungsnetzes der AHG Allgemei­nen Hospitalgesellschaft, mit 45 Standorten einem der größten Therapieanbieter bei Abhängigkeitserkrankun­gen und psychosomatischen Krankheiten. So gibt es schon jetzt angesichts demografischer Veränderungen einen erhöhten Bedarf an Therapie­angeboten für Ältere. Schätzungen zufolge weist etwa jeder Zehnte der über 60-Jähri­gen ein „problematisches Trinkverhalten“ auf – mehr Männer als Frauen, die eher in die Abhängigkeit von Medikamenten geraten. Eine Ent­wicklung, der die AHG Klinik Wigbertshöhe mit zwei Spezialgruppen für Ältere zwischen 50 und 80 Jahren bereits frühzeitig begegnet ist. Das Behandlungsspektrum der Klinik spiegelt neben der Alko­hol- und Medikamentenabhängigkeit aber auch den Wandel und das Entstehen immer neuer Formen der Abhängigkeit wider, wie der Glücksspielsucht und des behandlungs bedürftigen Internet-Surfens, Gamens und Chattens.

Medizinische Rehabilitation lohnt sich

Dass sich Aufwand und Kosten einer solchen Therapie nicht nur persönlich für die Betroffenen, sondern auch für die Volkswirtschaft lohnen, haben Studien längst unter Beweis gestellt: Nach Untersuchungen der Deutschen Rentenversicherung verbleiben rund 90 Prozent der ehemals Abhängigkeitserkrankten auch zwei Jahre nach ihrer Rehabilitation im Erwerbsleben. Sie sparen den Sozialversicherungen so erhebliche Kosten an Lohnersatzleistungen und verhindern Frühverrentungen. Einer aktuellen Prognos-Studie zufolge bringt jeder in die Rehabilitation investierte Euro der Volks­wirt­schaft fünf Euro zurück.

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