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Situation in Deutschland

Situation des Tabakkonsums in Deutschland

Jährlich sterben in Deutschland etwa 110.000 Menschen an den direkten Folgen des Rauchens. Zusätzlich ist von etwa 3.300 Todesfällen durch Passivrauchen auszugehen.

Durchschnittlich verlieren starke Raucher über zehn Jahre ihrer Lebenserwartung. Mehr als die Hälfte aller regelmäßigen Raucher stirbt vorzeitig. Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko unserer Zeit und wesentliche Ursache für vorzeitige Sterblichkeit. Für die Gesundheitspolitik ist es daher ein vorrangiges Anliegen, den Tabakkonsum zu verringern, was in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Präventionsmaßnahmen verfolgt wurde.

Nach den Daten des Mikrozensus 2009 des Statistischen Bundesamts (Destatis) rauchen in Deutschland insgesamt noch 14,7 Millionen Frauen und Männer ab 15 Jahren (25,7 Prozent). Unter Männern sind dies 8,5 Millionen (30,5 Prozent), unter Frauen 6,3 Millionen (21,2 Prozent) Menschen. Während die Zahl bei den Männern jedoch seit 1995 um 5 Prozent gesunken ist, ist sie bei den Frauen nahezu unverändert geblieben, wie der Indikatorenbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung des Statistischen Bundesamts von 2010 ausweist.

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Die direkten Krankheitskosten (Behandlung und Pflege) und die indirekten Krankheitskosten volkswirtschaftliche Schäden durch Erwerbsunfähigkeit, Arbeitsausfälle und vorzeitige Todesfälle) des Rauchens werden auf jährlich 21 Milliarden Euro geschätzt. Zirka 40 % dieser Krankheitskosten sind auf tabakbedingte Krebserkrankungen, ein Drittel auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie etwa ein Viertel auf Atemwegs-Erkrankungen zurückzuführen.

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Strategische Maßnahmen zur Tabakpolitik

Die Verringerung des Tabakkonsums und ein möglichst umfassender Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens sind vordringliche gesundheitspolitische Ziele, die von der Bundesregierung mit aufeinander abgestimmten präventiven, gesetzlichen und strukturellen Maßnahmen verfolgt werden. Dazu gehören Preiserhöhungen sowie Abgabeverbote von Zigaretten an Kinder und Jugendliche, Präventionskampagnen, Werbeeinschränkungen und der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz.

Aufgrund der föderalen Struktur unseres Landes liegt der Gesundheitsschutz der Menschen sowohl beim Bund und als auch bei den Ländern.

Das Ziel der Bundesregierung in der Nachhaltigkeitsstrategie ist, den Anteil der Raucher bei Kindern und Jugendlichen bis zum Jahr 2015 auf unter 12 % und bei Erwachsenen auf unter 22 % nachhaltig zu senken.

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Studie des Robert-Koch Instituts:Verbreitung des Rauchens in der Erwachsenenbevölkerung in Deutschland

Nach der aktuellsten Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland des Robert-Koch Instituts (DEGS1) zur Verbreitung des Rauchens in der 18-79-Jährigen Bevölkerung ist das Rauchen nach wie vor stark verbreitet. Nach den Daten der Studie (DEGS1), die vom Robert Koch- Institut in den Jahren 2008 bis 2011 erhoben wurden, rauchen 29,7% der 18- bis 79-jährigen Erwachsenen (Frauen =26,9%, Männer =32,6%). Der Anteil der Frauen und Männer, die 20 oder mehr Zigaretten am Tag rauchen, beträgt 6,0 bzw. 10,6%. Am stärksten verbreitet ist das Rauchen bei jungen Erwachsenen, außerdem bei Personen mit niedrigem Sozialstatus, die auch überproportional zu den starken Raucherinnen bzw. Rauchern zu zählen sind. Der Vergleich mit den Daten früherer Gesundheitssurveys deutet darauf hin, dass der Anteil der Raucherinnen und Raucher im Verlauf der letzten 10 Jahre etwas zurückgegangen ist.

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Drogenbeauftragte warnt vor E-Zigarette

Hinsichtlich der Anwendbarkeit der Nichtraucherschutzgesetze auf die E-Zigarette steht die Intention dieser Gesetze im Vordergrund, die Bevölkerung vor unerwünschter Rauchbelästigung zu  schützen. Bei den sogenannten „rauchlosen Zigaretten“ worunter die sogenannte E-Zigarette fällt, kann eine Gesundheitsgefährdung für andere Menschen nicht ausgeschlossen werden. Diese Geräte arbeiten nach verschiedenen Prinzipien (Erhitzung über Heizspirale oder Verdampfen). Diese Gefährdung kann sowohl durch die Abgabe von gesundheitsgefährdenden Stoffen an die Umgebungsluft geschehen, als auch durch die ausgeatmete Luft des Nutzenden der E-Zigarette. Zudem wird beim Konsum von E-Zigaretten Nikotin inhaliert, ein toxisches Nervengift mit hohem Abhängigkeitspotenzial. 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt daher in der Publikation „Fragen und Antworten zur E-Zigarette“ vom 1. Dezember 2012, das Rauchen von allen E-Zigaretten in Nichtraucherzonen zu untersagen und diese Produkte im Sinne des Nichtraucherschutzes wie herkömmliche Zigaretten zu behandeln. Bisher ist nicht geklärt, wie viel Nikotin nach dem Ausatmen des Inhalats in die Umgebung abgegeben wird. 

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Aufklebermotiv- zur Aktion der Drogenbeauftragten anlässlich des Weltnichtrauchertags

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