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Situation in Deutschland

Situation des Tabakkonsums in Deutschland

Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Aufgrund der Maßnahmen in der Tabakprävention konnte erreicht werden, dass heute weniger Kinder und Jugendliche rauchen: Der Anteil der Raucherinnen und Raucher im Alter von 12 bis 17 Jahren hat sich mehr als halbiert und ist von 27,5 % im Jahr 2001 auf 12,9 % im Jahr 2010 zurückgegangen. Der Tabakkonsum der Erwachsenen veränderte sich in den vergangenen Jahren nur leicht und sank auf 30,1 %. Dabei rauchen mehr Männer (34,8 %) als Frauen (27,3 %). Die Zahl der Raucher und Raucherinnen mit einem sehr hohen täglichen Konsum steigt mit dem Alter an. 39,2 % der 60- bis 64-jährigen Raucherinnen und Raucher rauchen täglich 20 Zigaretten und mehr.

Im Jahr 2007 starben etwa 110.000 Menschen (13 % aller Todesfälle) in Deutschland an den direkten Folgen des Rauchens, etwa 3.300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens.

Die direkten Krankheitskosten (Behandlung und Pflege) und die indirekten Krankheitskosten volkswirtschaftliche Schäden durch Erwerbsunfähigkeit, Arbeitsausfälle und vorzeitige Todesfälle) des Rauchens werden auf jährlich 21 Milliarden Euro geschätzt. Zirka 40 % dieser Krankheitskosten sind auf tabakbedingte Krebserkrankungen, ein Drittel auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie etwa ein Viertel auf Atemwegs-Erkrankungen zurückzuführen.

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Strategische Maßnahmen zur Tabakpolitik

Die Verringerung des Tabakkonsums und ein möglichst umfassender Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens sind vordringliche gesundheitspolitische Ziele, die von der Bundesregierung mit aufeinander abgestimmten präventiven, gesetzlichen und strukturellen Maßnahmen verfolgt werden. Dazu gehören Preiserhöhungen sowie Abgabeverbote von Zigaretten an Kinder und Jugendliche, Präventionskampagnen, Werbeeinschränkungen und der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz.

Aufgrund der föderalen Struktur unseres Landes liegt der Gesundheitsschutz der Menschen sowohl beim Bund und als auch bei den Ländern.

Das Ziel der Bundesregierung in der Nachhaltigkeitsstrategie ist, den Anteil der Raucher bei Kindern und Jugendlichen bis zum Jahr 2015 auf unter 12 % und bei Erwachsenen auf unter 22 % nachhaltig zu senken.

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Aktuelles:Drogenbeauftragte warnt vor E-Zigarette

Die E-Zigarette, bei der eine Nikotinlösung eingeatmet wird, ist gesundheitlich bedenklich. Der Konsum von E-Zigaretten, die derzeit stark beworben werden, ist wegen des enthaltenen Suchtstoffs und Nervengifts Nikotin sowie unbekannter Inhaltsstoffe mit deutlichen Gesundheitsrisiken verbunden. Darüber müssen Raucherinnen und Raucher informiert sein, bevor sie dieses riskante Produkt nutzen. Der bei der E-Zigarette eingeatmete Dampf enthält das die Atemwege reizende Propylenglykol sowie unterschiedliche Zusatzstoffe, deren langfristige gesundheitliche Gefahren noch unbekannt sind. 

Wegen dieser Risiken warnen sowohl die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das Bundesamt für Risikobewertung und das deutsche Krebsforschungszentrum vor der E-Zigarette. Zur Tabakentwöhnung ist dieses Produkt nicht geeignet, da die E-Zigarette die Nikotinsucht aufrecht erhält und lediglich eine andere Form des Rauchens darstellt.  

Mit der E-Zigarette kann auch nicht das Bundesnichtraucherschutzgesetz umgangen werden. Das Rauchverbot umfasst im Gesetz alle Arten des Rauchens und unterscheidet nicht zwischen einzelnen Produkten wie Zigaretten, Zigarren, Kräuterzigaretten oder elektrischen Zigaretten. Für die nikotinhaltige Flüssigkeit besteht zudem keine arzneimittelrechtliche Zulassung, daher ist der Handel mit diesen Produkten unzulässig.

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