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Tabak und Jugendliche

Jugendliche rauchen weniger

Aufgrund der Maßnahmen in der Tabakprävention konnte erreicht werden, dass heute weniger Kinder und Jugendliche rauchen: Nach der Drogenaffinitätsstudie der BZgA (2011) ist die Raucherquote unter den Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren auf einen neuen historischen Tiefstand gesunken: von 27,5 Prozent in 2001 auf 11,7 Prozent in 2011. Auch die Raucherquote unter jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren ist im selben Zeitverlauf signifikant von 44,5 Prozent auf 36,8 Prozent zurückgegangen.

Parallel zu dieser Entwicklung ist der Anteil der jungen Menschen, die noch nie im Leben geraucht haben, weiter gestiegen: Unter den 12- bis 17-Jährigen hat sich der Nieraucheranteil von 40,5 Prozent in 2001 auf 70,8 Prozent in 2011 und unter den 18- bis 25-Jährigen signifikant von 23,1 Prozent in 2001 auf 27,6 Prozent in 2011 erhöht. 

 

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Weltnichtrauchertag 2011

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Die Weltgesundheitsorganisation hat als Schwerpunktthema 2011 das Rahmenabkommen der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung des Tabakgebrauchs ausgerufen. Nach Schätzungen der WHO sind allein in Europa mehr als 6 Mio. vorzeitige Todesfälle auf den Tabakkonsum zurückzuführen.

Die zentrale Botschaft des Weltnichtrauchertages 2011 lautet: Die Länder müssen den Vertrag ratifizieren und in seiner Gesamtheit umsetzen, um den Schutz heutiger und künftiger Generationen vor den verheerenden gesundheitlichen, umweltbezogenen und wirtschaftlichen Folgen des Tabakkonsums sowie die Belastung durch Tabakrauch zu gewährleisten.

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Wettbewerb für Schulklassen „Be Smart – Don’t Start“

Der Nichtraucherwettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ richtet sich seit 1997 an Schulklassen in der Jahrgangsstufe 6 bis 8. Ziel ist es, das Thema „Nichtrauchen” an Schulen zu verankern und den Einstieg in das Rauchen zu verzögern. Im Schuljahr 2010/2011 haben sich mehr als 10.000 Klassen aller Schulformen bundesweit für ein rauchfreies Leben entschieden.

An dem Wettbewerb können Schulklassen wiederholt teilnehmen. Er wird von der Deutschen Krebshilfe, der BZgA, der Deutschen Herzstiftung, der AOK, der Deutschen Lungenstiftung sowie weiteren Institutionen gefördert.

„Be Smart – Don’t Start“ wurde als Wettbewerb auf seine Wirkung mehrfach evaluiert. Die Studien belegen, dass der Wettbewerb seitens der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte gut akzeptiert wird. Er verzögert wirksam den Einstieg in das Rauchen und ist Kosten-Nutzeneffektiv.

www.besmart.info

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Tabakentwöhnung bei jugendlichen Raucherinnen und Rauchern

Rauchende Jugendliche sind nach nationalen und internationalen Leitlinien eine wichtige Zielgruppe für die Tabakentwöhnung. Kinder und Jugendliche sollen möglichst nicht mit dem Rauchen beginnen oder früh das Rauchen beenden.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit wurde eine Expertise für eine risikogruppenspezifische Strategie zur Motivation und Behandlung von jugendlichen Rauchern erstellt. Demnach ist für ein umfassendes Versorgungskonzept ein multimodaler Ansatz mit verschiedenen Formaten (ärztliche Grundversorgung, Internet, Gruppenformat) auf vielen Ebenen (Schule, Gemeinde, Jugend- und Gesundheitseinrichtungen) und ausreichend langer Laufzeit notwendig.

http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/

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Gesundheits- und Suchtgefahren durch Wasserpfeifen

Das Rauchen von Wasserpfeifen, auch als Shisha oder Hubble-Bubble bezeichnet, ist unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen populär. Oft wird angenommen, der Konsum von Wasserpfeifen sei wesentlich weniger gesundheitsschädlich als das Rauchen von Zigaretten. Dies stimmt so aber nicht: Wasserpfeifen stellen keine harmlose Alternative zur Zigarette dar. Im Gegenteil wird angenommen, dass die von Wasserpfeifenrauch ausgehende Gesundheits- und Suchtgefahr ähnlich hoch ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat ausgewählte Fragen und Antworten zum Thema Wasserpfeifen zusammengestellt.

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Modellprojekt „SMS-basierte Tabakintervention bei Berufsschülern“

Im Vergleich zu Studierenden und Schülern anderer Schulen ist die Rauchprävalenz bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Berufsschulen besonders hoch. Auszubildende an beruflichen oder berufsbildenden Schulen sind eine besondere Zielgruppe für Präventionsmaßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens. Allerdings nehmen sie an Angeboten wie Rauchentwöhnungsgruppen und Nichtraucherseminaren nur selten teil. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert ein Projekt für Berufsschüler, das am intensiven Gebrauch von Mobiltelefonen und speziell SMS (Shot Message Service) als bevorzugtes Kommunikationsmedium in dieser Zielgruppe ansetzt.

Mit individualisierten Ansprachen über diese Kommunikationswege werden Auszubildende über Möglichkeiten informiert, ihr Rauchen einzuschränken bzw. aufzugeben. In einer Pilotphase erhielten die teilnehmenden Auszubildenden an zwei berufsbildenden Schulen zwölf Wochen lang wöchentlich zwei SMS auf ihr Handy. Wer beabsichtigte, mit dem Rauchen aufzuhören, wurde per SMS zur Teilnahme an einem SMS-Intensivprogramm eingeladen. Dabei werden täglich mehrere SMS versandt, um den Rauchstoppwunsch zu unterstützen, beziehungsweise nach erfolgtem Rauchstopp Unterstützung in Rückfallsituationen oder bei Entzugserscheinungen zu geben.

Erste Projektergebnisse zeigen: Der SMS-basierte Interventionsansatz verknüpft eine proaktive Teilnehmergewinnung sinnvoll mit einer Minimalintervention. Er erreicht mit diesem innovativen Ansatz, verglichen mit anderen Rauchstoppangeboten, einen größeren Anteil der Raucherinnen und Raucher in Berufsschulen. Der Abschlussbericht zur Akzeptanz und Wirksamkeit des Programms wird 2011 erwartet.

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"Empirische Untersuchung zur Qualität im Internet beworbener Angebote zur Tabakentwöhnung"

Der Gebrauch des Internets in der deutschen Bevölkerung nimmt in den letzten Jahren stetig zu. Inzwischen nutzen rund 65,8% der Erwachsenen in Deutschland zumindest gelegentlich das Netz. Zu den häufigsten Anwendungen gehören dabei Suchmaschinen zur Informationsbeschaffung. Dabei steigt die Relevanz des Internets als Informationsquelle für Gesundheitsbelange in den letzten Jahren kontinuierlich an. Rund 37% der Bundesbürger sehen das Internet inzwischen als bedeutendstes Medium zur Beschaffung von Gesundheitsinformationen. Zahlreiche Internetportale folgen diesem Trend und bieten von reinen Informationen über Diskussionsforen bis hin zu Produkten ein breit gefächertes Angebot.

Auch zur Erreichung entwöhnungswilliger Raucher ist das Internet ein kosten- und zeiteffektiver Zugangsweg für Angebote zur Tabakentwöhnung. Werden bei der Suche nach Angeboten zur Tabakentwöhnung kommerzielle Suchmaschinen verwendet, zeigt sich bei den Suchergebnissen ein breit gefächertes, für „Laien“ häufig schwer zu durchschauendes Angebot. Die angezeigten Ergebnisse reichen von seriösen, evidenzbasierten Angeboten zur Tabakentwöhnung bis hin zu wissenschaftlich fragwürdigen Methoden. Präventionsmaßnahmen sind ein wichtiger und effektiver gesundheitspolitische Ansatz. Allerdings besteht die Gefahr, dass durch unsachgemäße und nicht-evidenzbasierte Maßnahmen das gewünschte Ziel nicht erreicht wird.

Ziel der Untersuchung war es, im Internet identifizierte Angebote zur Tabakentwöhnung zu erfassen und zu bewerten. Im Vordergrund steht die Frage, welche dieser Angebote den Qualitätskriterien folgen, die auch für die Behandlungsempfehlungen in den Leitlinien zur Behandlung der Tabakabhängigkeit genannt werden. Dabei sollten die identifizierten Webseiten mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft im Bereich der Tabakentwöhnung abgeglichen und einer entsprechenden zusammenfassenden Bewertung unterzogen werden. Nach Vorlage des Berichts wird dieser 2011 auf der Internetseite veröffentlicht.

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Internetprogramm zum Rauchstopp für Jugendliche und junge Erwachsene

Das interaktive Programm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung soll seit 2005 Jugendliche zum Ausstieg aus dem Tabakkonsum motivieren, während der Entwöhnung unterstützen und helfen, Rückfälle zu vermeiden.

Das Ausstiegsprogramm ist Teil der „rauchfrei“-Jugendkampagne und begleitet jugendliche Raucherinnen und Raucher vor, während und nach ihrem Rauchstopp. Im Rahmen eines vierwöchigen Programms lernen sie, sich Ziele zum Rauchstopp zu setzen, persönliche Risikosituationen zu erkennen und individuelle Kontrollstrategien zu entwickeln, die für die Realisierung des eigenen Vorhabens Erfolg versprechend sind. Bis Dezember 2010 haben sich zirka 10.000 Teilnehmer angemeldet, deren Altersschnitt bei 24 Jahren liegt. Das Geschlechterverhältnis ist nahezu ausgeglichen (Anteil Männer: 54 %).

Eine randomisierte Kontrollgruppenstudie belegt die Wirksamkeit des Programms: Die Ausstiegsquote der Programmteilnehmer beträgt 31 %, die einer Kontrollgruppe 16 %.

 

www.rauch-frei.info/programm

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Studie "Elterliche Regeln für das Nichtrauchen ihrer Kinder"

Ziel der Studie war die Erprobung einer Elternintervention, die sich gezielt an nicht-rauchende und rauchende Eltern von Schülern im Alter von 12-15 Jahren richtet. Unabhängig von ihrem eigenen Tabakkonsum sollten die Eltern zu einer "Anti-Raucher-Erziehung" gegenüber ihren Kindern motiviert werden.

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