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Tabak und Jugendliche

Jugendliche rauchen weniger

Aufgrund der Maßnahmen in der Tabakprävention konnte erreicht werden, dass heute weniger Kinder und Jugendliche rauchen.
Siehe zur aktuellen Studie der BZgA von 2014:
http://www.rauchfrei-info.de/informieren/verbreitung-des-rauchens/raucherquote-bei-kindern-jugendlichen

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Zeitliche Entwicklung des Tabakkonsums und der Passivrauchbelastung bei 11- bis 17-jährigen Jugendlichen

Um insbesondere Kinder und Jugendliche vor den gesundheitlichen Gefahren des Rauchens und Passivrauchens zu schützen, wurden zahlreiche verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen ergriffen. In dem Artikel „Tabakkonsum und Passivrauchbelastung bei Jugendlichen in Deutschland“ wird die aktuelle Verbreitung und die zeitliche Entwicklung des Tabakkonsums und der Passivrauchbelastung bei 11- bis 17-jährigen Jugendlichen dargestellt. Die Daten beruhen auf Befragungen von Jugendlichen im Rahmen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS), die von 2003-2006 und 2009-2012 durchgeführt wurden. -zum Artikel-

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Wettbewerb für Schulklassen „Be Smart – Don’t Start“

Der Nichtraucherwettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ richtet sich seit 1997 an Schulklassen in der Jahrgangsstufe 6 bis 8. Ziel ist es, das Thema „Nichtrauchen” an Schulen zu verankern und den Einstieg in das Rauchen zu verzögern. Im Schuljahr 2012/2013 haben sich 8779 Klassen aller Schulformen bundesweit an dem Wettbewerb teilgenommen.

An dem Wettbewerb können Schulklassen wiederholt teilnehmen. Er wird von der Deutschen Krebshilfe, der BZgA, der Deutschen Herzstiftung, der AOK, der Deutschen Lungenstiftung sowie weiteren Institutionen gefördert.

„Be Smart – Don’t Start“ wurde als Wettbewerb auf seine Wirkung mehrfach evaluiert. Die Studien belegen, dass der Wettbewerb seitens der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte gut akzeptiert wird. Er verzögert wirksam den Einstieg in das Rauchen und ist Kosten-Nutzeneffektiv.

www.besmart.info

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Tabakentwöhnung bei jugendlichen Raucherinnen und Rauchern

Rauchende Jugendliche sind nach nationalen und internationalen Leitlinien eine wichtige Zielgruppe für die Tabakentwöhnung. Kinder und Jugendliche sollen möglichst nicht mit dem Rauchen beginnen oder früh das Rauchen beenden.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit wurde eine Expertise für eine risikogruppenspezifische Strategie zur Motivation und Behandlung von jugendlichen Rauchern erstellt. Demnach ist für ein umfassendes Versorgungskonzept ein multimodaler Ansatz mit verschiedenen Formaten (ärztliche Grundversorgung, Internet, Gruppenformat) auf vielen Ebenen (Schule, Gemeinde, Jugend- und Gesundheitseinrichtungen) und ausreichend langer Laufzeit notwendig.

http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/

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Gesundheits- und Suchtgefahren durch Wasserpfeifen

Das Rauchen von Wasserpfeifen, auch als Shisha oder Hubble-Bubble bezeichnet, ist unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen populär. Oft wird angenommen, der Konsum von Wasserpfeifen sei wesentlich weniger gesundheitsschädlich als das Rauchen von Zigaretten. Dies stimmt so aber nicht: Wasserpfeifen stellen keine harmlose Alternative zur Zigarette dar. Im Gegenteil wird angenommen, dass die von Wasserpfeifenrauch ausgehende Gesundheits- und Suchtgefahr ähnlich hoch ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat ausgewählte Fragen und Antworten zum Thema Wasserpfeifen zusammengestellt.

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Modellprojekt „SMS-basierte Tabakintervention bei Berufsschülern“

Im Vergleich zu Studierenden und Schülern anderer Schulen ist die Rauchprävalenz bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Berufsschulen besonders hoch. Auszubildende an beruflichen oder berufsbildenden Schulen sind eine besondere Zielgruppe für Präventionsmaßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens. Allerdings nehmen sie an Angeboten wie Rauchentwöhnungsgruppen und Nichtraucherseminaren nur selten teil. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert ein Projekt für Berufsschüler, das am intensiven Gebrauch von Mobiltelefonen und speziell SMS (Shot Message Service) als bevorzugtes Kommunikationsmedium in dieser Zielgruppe ansetzt.

Mit individualisierten Ansprachen über diese Kommunikationswege werden Auszubildende über Möglichkeiten informiert, ihr Rauchen einzuschränken bzw. aufzugeben. In einer Pilotphase erhielten die teilnehmenden Auszubildenden an zwei berufsbildenden Schulen zwölf Wochen lang wöchentlich zwei SMS auf ihr Handy. Wer beabsichtigte, mit dem Rauchen aufzuhören, wurde per SMS zur Teilnahme an einem SMS-Intensivprogramm eingeladen. Dabei werden täglich mehrere SMS versandt, um den Rauchstoppwunsch zu unterstützen, beziehungsweise nach erfolgtem Rauchstopp Unterstützung in Rückfallsituationen oder bei Entzugserscheinungen zu geben.

Erste Projektergebnisse zeigen: Der SMS-basierte Interventionsansatz verknüpft eine proaktive Teilnehmergewinnung sinnvoll mit einer Minimalintervention. Er erreicht mit diesem innovativen Ansatz, verglichen mit anderen Rauchstoppangeboten, einen größeren Anteil der Raucherinnen und Raucher in Berufsschulen.

Abschlussbericht

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Prävention und Reduktion von Tabakkonsum bei Auszubildenden in der Pflege

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege weisen nach wie vor ein überdurchschnittlich hohes Rauchverhalten auf. Verschiedene Studien belegen, dass bereits Auszubildende in Pflegeberufen überdurchschnittlich häufig Raucherinnen und Raucher sind. Seit April 2013 wurden zwei Projekte gefördert mit dem Ziel, das im Rahmen der Ausbildung kein Einstieg in den Tabakkonsum erfolgt:

Mit  dem Projekt AStRA (Aktiv für Stressbewältigung und Rauchfreiheit in der Ausbildung) wurde ein Präventionskonzept entwickelt, das innerhalb der Pflegeschulen umgesetzt werden kann und dazu beiträgt, die Zahl der Rauchenden in der Pflegeausbildung zu verringern.
Kurzbericht / Abschlussbericht

Das zweite Projekt PA-TRES (Pflege-Ausbildung Tabakkonsumprävention und -reduktion) wurde mit dem Ziel durchgeführt, durch Entwicklung und Evaluation eines Präventionskonzepts bereits in der Pflegeausbildung zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil zu motivieren, einen Einstieg in den Tabakkonsum zu verhindern und Rauchenden den Ausstieg zu erleichtern.

Die jeweiligen Projektziele wurden erreicht, mit den Folgeprojekten AStRA –Implementationsforschung und PA-TRES 2 soll nunmehr insbesondere eine Struktur zur nachhaltigen, breiten und qualitätsgesicherten Implementierung von evidenzbasierter Tabakprävention und -reduktion in Pflegeberufen aufgebaut werden und eine Weiterbildung für Lehrkräfte entwickelt und evaluiert werden.
Kurzbericht PA-TRES / Abschlussbericht PA-TRES

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"Empirische Untersuchung zur Qualität im Internet beworbener Angebote zur Tabakentwöhnung"

Der Gebrauch des Internets in der deutschen Bevölkerung nimmt in den letzten Jahren stetig zu. Inzwischen nutzen rund 65,8% der Erwachsenen in Deutschland zumindest gelegentlich das Netz. Zu den häufigsten Anwendungen gehören dabei Suchmaschinen zur Informationsbeschaffung. Dabei steigt die Relevanz des Internets als Informationsquelle für Gesundheitsbelange in den letzten Jahren kontinuierlich an. Rund 37% der Bundesbürger sehen das Internet inzwischen als bedeutendstes Medium zur Beschaffung von Gesundheitsinformationen. Zahlreiche Internetportale folgen diesem Trend und bieten von reinen Informationen über Diskussionsforen bis hin zu Produkten ein breit gefächertes Angebot.

Das Internet ermöglicht es, entwöhnungswillige Raucher auf kosten- und zeiteffektive Art und Weise mit Angeboten zur Tabakentwöhnung zu erreichen. Werden bei der Suche nach Angeboten zur Tabakentwöhnung kommerzielle Suchmaschinen verwendet, zeigt sich bei den Suchergebnissen ein breit gefächertes, für „Laien“ häufig schwer zu durchschauendes Angebot. Die angezeigten Ergebnisse reichen von seriösen, evidenzbasierten Angeboten zur Tabakentwöhnung bis hin zu wissenschaftlich fragwürdigen Methoden. Präventionsmaßnahmen sind ein wichtiger und effektiver gesundheitspolitische Ansatz. Allerdings besteht die Gefahr, dass durch unsachgemäße und nicht-evidenzbasierte Maßnahmen das gewünschte Ziel nicht erreicht wird.

Ziel der Untersuchung war es, im Internet identifizierte Angebote zur Tabakentwöhnung zu erfassen und zu bewerten. Im Vordergrund stand die Frage, welche dieser Angebote den Qualitätskriterien folgen, die auch für die Behandlungsempfehlungen in den Leitlinien zur Behandlung der Tabakabhängigkeit genannt werden. Dabei wurden die identifizierten Webseiten mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft im Bereich der Tabakentwöhnung abgeglichen und einer entsprechenden zusammenfassenden Bewertung unterzogen.

Abschlussbericht

Kurzbericht

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Internetprogramm zum Rauchstopp für Jugendliche und junge Erwachsene

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet im Rahmen der „rauchfrei“-Jugendkampagne seit 2005 ein kostenloses, interaktives Online-Ausstiegsprogramm zum Rauchstopp für Jugendliche und junge Erwachsene an. Das Programm ist unter www.rauch-frei.info abrufbar und bietet Teilnehmern vier Wochen lang Unterstützung beim Rauchstopp mit individualisierten Tipps, interaktiven Elementen wie dem Ersparnisrechner oder der Community, die beim Durchhalten motiviert. Im Jahr 2012 wurde das Programm inhaltlich und gestalterisch weiterentwickelt. Bereits 2011 wurde die Internetvideoreihe „Rauchfrei werden mit Marco“ integriert, die anhand von Beispielen die Nutzung des Online-Ausstiegsprogramms zeigt. Im Juni 2012 wurde die Videoreihe mit der EduMedia-Medaille für besonders wertvolle didaktische Multimediaprodukte ausgezeichnet. Insgesamt nutzten das Online-Ausstiegsprogramm bereits mehr als 11.000 Teilnehmer, die im Durchschnitt 24 Jahre alt waren. Eine randomisierte Kontrollgruppenstudie zur Wirksamkeit des Programms zeigte, dass die Raucherausstiegsquote der Nutzer bei 31 Prozent lag, während sie in der Kontrollgruppe lediglich 16 Prozent betrug.

www.rauch-frei.info

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Studie "Elterliche Regeln für das Nichtrauchen ihrer Kinder"

Ziel der Studie war die Erprobung einer Elternintervention, die sich gezielt an nicht-rauchende und rauchende Eltern von Schülern im Alter von 12-15 Jahren richtet. Unabhängig von ihrem eigenen Tabakkonsum sollten die Eltern zu einer "Anti-Raucher-Erziehung" gegenüber ihren Kindern motiviert werden.

Studie

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