Beauftragte der Bundesregierung für Drogenfragen

Ich will, dass in unserer Gesellschaft Kinder zu starken Persönlichkeiten heranwachsen, die die Risiken von Suchtmitteln kennen.

Marlene Mortler MdB, Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Lebenslauf

Am 15. Januar 2014 übernahm Marlene Mortler die Aufgabe der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Parallel dazu ist sie stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag und Sprecherin der Landesgruppe für Ernährung, Landwirtschaft, Umwelt und Bau.

Geboren wurde Marlene Mortler als Marlene Hengelein am 16. Oktober 1955 im fränkischen Lauf an der Pegnitz. Die Familie ist evangelisch.

Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Hans Hengelein wuchs sie auf dem elterlichen Bauernhof in Dehnberg auf, welchen ihre Familie auch heute noch bewirtschaftet.

Neben der Landwirtschaft spielte Politik im Leben von Marlene Mortler bereits seit ihrer Kindheit eine zentrale Rolle. Ihr Vater Konrad war Bürgermeister des kleinen Dorfes und später als Ortssprecher ein engagiertes Vorbild.

Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung und wurde Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft.

Mit 23 Jahren bekam sie ihr erstes von insgesamt drei Kindern. Mittlerweile ist sie stolze Großmutter von fünf Enkelkindern.

Ihre eigene politische Laufbahn begann in den frühen 80er Jahren, indem sie 1982 den Vorsitz der Landfrauen im Nürnberger Land übernahm. 1989, im Jahr des Mauerfalls, trat Marlene Mortler in die Christlich Soziale Union (CSU) ein.

2002 kandidierte Marlene Mortler erstmals erfolgreich für den Bundestag und errang ein Direktmandat, welches sie 2005, 2009 und 2013 verteidigte. Sie war Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Tourismus und Vorsitzende des entsprechenden Bundestagsausschusses.

Wissenschaft und Politik stehen bei den Internetbezogenen Störungen vor einer besonderen Herausforderung: Obwohl der Kenntnisstand derzeit noch unzureichend ist, besteht bereits großer Handlungsbedarf. Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler besuchte im Rahmen ihrer diesjährigen Sommerreise verschiedene Hilfseinrichtungen für betroffene Menschen und deren Angehörige.

Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler: „Mittlerweile gelten mehr als eine halbe Million Deutsche als internetabhängig. Für die Betroffenen, aber auch für die Angehörigen bedeutet dies eine enorme Belastung, aus der sie oft nur mit externer Hilfe wieder herauskommen. Es ist mir ein persönliches, überaus wichtiges Anliegen, den direkten Kontakt und Dialog mit der Praxis zu suchen, um mir vor Ort ein Bild zu machen, wie Süchtigen und Angehörigen besser geholfen werden kann. Die jährliche Sommerreise gibt mir eine gute Möglichkeit, mich ausführlich und intensiv mit den Experten von Trägern und Einrichtungen über meinen diesjährigen Schwerpunkt „Onlinesucht“ auszutauschen.“

Der Jahresschwerpunkt der Drogenbeauftragten der Bundesregierung ist in diesem Jahr das Thema „Internet – und Onlineabhängigkeit“.

Laut Pinta Diari aus dem Jahr 2013 gelten 560 000 Menschen zwischen 14 und 64 Jahren in Deutschland als internetabhängig, Tendenz weiter steigend. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung eine Expertengruppe eingesetzt (Arbeitsgruppe des Drogen und Suchtrates), welche Empfehlungen für Prävention und Behandlung von Internetsucht erarbeitet hat.

Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler: „Die Digitalisierung ist eine große Chance, aber sie birgt, wie jede andere fundamentale Veränderung unseres Lebens, auch Risiken. Diese dürfen wir nicht ausblenden. Mir geht es darum, dass wir die digitalen Medien steuern, nicht sie uns. Es gibt eine Vielzahl faszinierender Angebote im Internet, auch jede Menge Onlinespiele, die Spaß machen. Wir wissen, dass heute mehr als eine halbe Million junge Menschen von digitalen Angeboten nicht mehr loskommen und deshalb medizinisch behandelt werden. Besonders suchtgefährdend sind Online-Rollenspiele.“

Vorgestellt werden die Ergebnisse bei der Jahrestagung der Drogenbeauftragten am 9. November 2016. Es wird unter anderem darum gehen, wie die Prävention, die Behandlung und Therapie von Computerspiel- und Internetsüchtigen weiter verbessert werden kann.

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Jahresschwerpunkt 2017 wird für die Drogenbeauftragte das Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien" sein. 


In Deutschland leben 2,65 Mio. Kinder, deren Eltern ein Suchtproblem haben. Bei diesen Kindern ist die Gefahr, selbst einmal süchtig zu werden, drei bis vier mal so groß wie bei Kindern ohne familiäre Suchtprobleme. Sie brauchen daher eine besondere Unterstützung, um selbst als Jugendliche und später als Erwachsene ein Leben frei von Drogen und Abhängigkeiten leben zu können.

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Marlene Mortler stellt den Drogen- und Suchtbericht 2016 vor

Marlene Mortler stellt den Drogen- und Suchtbericht 2016 vor

Quelle: BMG

Marlene Mortler

Kampagne Kinder stark machen: Marlene Mortler beim Tag der offenen Tür im Bundesministerium für Gesundheit 2015

Quelle: BMG

Marlene Mortler

Ernennung von Marlene Mortler zur Drogenbeauftragten der Bundesregierung 2014

Quelle: BMG

Kampagne Rauchfrei unterwegs

Kampagne Rauchfrei unterwegs: Marlene Mortler in einer Kinderarztpraxis 2016

Quelle: BMG

Preisübergabe mit Marlene Mortler in Itzehoe 2016

Klasse 10 cF des Sophie-Scholl-Gymnasiums Itzehoe gewinnt den Hauptpreis bei "Klar bleiben – Feiern ohne Alkoholrausch"

Quelle: IFT-Nord

UNGASS 2016 - SideEvent

Marlene Mortler bei einem Side Event der UN Sondergenerallversammlung zum Weltdrogenproblem 2016

Quelle: C. Hässler, German Mission to the UN