Aktion „rauchfrei unterwegs“ kommt an!

Kinder vor Passivrauchen schützen - Nicht nur am Weltkindertag

Foto: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung zusammen mit Holger Hofmann, dem Bundesgeschäftsführer Deutsches Kinderhilfswerk e.V. sowie Dr. Jakob Maske, Kinderarzt, vom Berufsverbands der Kinder-und Jugendärzte
v.l.n.r: Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer Deutsches Kinderhilfswerk e.V. ;Marlene Mortler MdB, Drogenbeauftragte der Bundesregierung; Dr. Jakob Maske, Kinderarzt, Berufsverbands der Kinder-und Jugendärzte
Bildquelle: Drogenbeauftragte, Altenburg

Diesen Sommer startete die bundesweite Initiative „rauchfrei unterwegs“ der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler. Partner der Aktion sind unter anderem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), welche gemeinsam auf die gesundheitlichen Gefahren für Kinder durch Passivrauchen im Auto hinweisen. Auch der Bundesverband der Kinder-und Jugendärzte sowie das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. unterstützen „rauchfrei unterwegs“.

 

Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler: „Ich werde nicht nachlassen, darüber aufzuklären, wie schädlich das ungewollte Einatmen von Zigarettenrauch, das Passivrauchen ist. Gerade Kinder und Jugendliche gilt es vor den giftigen Schadstoffen des Tabakrauches zu schützen, denn jedes Jahr sterben in Deutschland allein durch das Passivrauchen 3000 Menschen.“

Gemeinsam mit dem Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. Holger Hofmann sowie dem Pressesprecher des Bundesverbandes der Kinder-und Jugendärzte und Mitglied der Kinderschutzkommission der Deutschen Akademie für Kinder-und Jugendmedizin e.V., Dr. Jakob Maske, überreichte die Drogenbeauftragte heute persönlich in einer Berliner Kinderarztpraxis das Infopaket, bestehend aus Informationsbroschüre, Postern und Aufklebern.

Dr. Jakob Maskes Praxis ist eine von 6 000 Kinder- und Jugendarztpraxen, in welchen die Unterlagen zur Aktion an die Eltern ausgegeben werden. Auch in den bundesweit 150 sozialpädiatrischen Zentren können sich Eltern ab sofort über die Gefährdung durch Passivrauch im Auto informieren. Für Dr. Jakob Maske ein wichtiger Schritt: „Wir als Kinder- und Jugendärzte begrüßen die Aufklärung der Eltern zu den Risiken von Zigarettenrauch- oder dampf z.B. mit Kindern in Autos.  Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Passivrauchbelastung von Kindern und schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken. Vielfältige Maßnahmen zur Reduktion dieses Risikos sind dringend erforderlich und werden von uns mit aller Kraft unterstützt.“

Auch das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich seit mehr als zehn Jahren für einen besseren Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche ein. Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann betont: „Während sich Erwachsene ihren Aufenthaltsort normalerweise selber aussuchen können, haben vor allem jüngere Kinder diesen Freiraum nicht. Sie sind den Umgebungsbedingungen ausgesetzt und können sich einer verrauchten Umwelt nicht entziehen. Hier müssen Erwachsene mehr Rücksicht nehmen. Kinder haben ein Recht auf ein gesundes Aufwachsen.“

Deutschlandweit beteiligen sich immer mehr Einrichtungen und Verbände an der Aktion „rauchfrei unterwegs“, um auf unterschiedlichen Wegen Eltern und Öffentlichkeit über das  Thema zu informieren.