Gemeinsames Vorgehen gegen den internationalen Drogenschmuggel konsequent weiterführen

Berlin,  20. März 2017

Drogenbeauftragte Mortler:
„Gemeinsames Vorgehen gegen den internationalen Drogenschmuggel konsequent weiterführen – Neustruktur des Zolls ist eine gute Voraussetzung!“

Der illegale Drogenhandel stellt Behörden, Justiz und Gesellschaft auf vielerlei Ebenen vor große Herausforderungen. Die Sicherstellungen von mehreren hundert Kilogramm Kokain bereits im ersten Quartal dieses Jahres durch den deutschen Zoll vermitteln einen Eindruck, in welchem Maße illegale Drogen in und durch Deutschland geschmuggelt werden. Auch an der Grenze zu Tschechien stellt der Zoll regelmäßig Methamphetamine wie Crystal Meth sicher.

„Auch wenn die Bekämpfung der terroristischen Bedrohung durch den IS und die Bewältigung der Flüchtlingskrise zu Recht hoch oben auf der Agenda unserer Sicherheitsbehörden stehen, müssen wir auch die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, und dazu gehört der Drogenschmuggel, konsequent fortsetzen. Mir ist extrem wichtig, dass wir Polizei und Zoll in diesen Bereichen den Rücken stärken. Organisierte Kriminalität darf unsere freiheitliche Gesellschaft nicht untergraben“, so die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler bei ihrem Zusammentreffen mit dem Präsidenten der Generalzolldirektion, Uwe Schröder und dem Leiter des Zollkriminalamtes, Norbert Drude in Berlin. Die Neustrukturierung des Zolls sei ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung, um den internationalen Drogenschmuggel bestmöglich zu bekämpfen.

Schon in der Vergangenheit hat sich die Drogenbeauftragte nicht nur für eine Stärkung der Behandlung und Prävention von Drogenabhängigkeit eingesetzt, sondern auch die Verabschiedung eines deutsch-tschechischen Abkommens unterstützt, das  den Zoll- und Polizeibehörden beider Staaten etwa bei der Bekämpfung des Handels mit Crystal Meth eine grenzüberschreitende Strafverfolgung ermöglicht.

Der Präsident der Generalzolldirektion Uwe Schröder erläuterte die umfangreichen Aufgaben und Befugnisse des Zolls bei der Bekämpfung des Drogenschmuggels und die enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden: „Der Zoll steht an vorderster Front im Kampf gegen den internationalen Drogenschmuggel. Wir überwachen nicht nur den Warenverkehr über die Grenzen mit viel Personaleinsatz und modernster Technik. Auch im Inland sind wir bundesweit mit der Zollfahndung wie keine andere Behörde aufgestellt. So fangen wir immer wieder große Mengen ab; etwa die Hälfte der in Deutschland sichergestellten Drogen findet alleine der Zoll. Trotzdem bleibt diese Aufgabe eine tagtägliche Herausforderung, die wir nur in enger Zusammenarbeit mit anderen Behörden im In-und Ausland stemmen können.“
Mortler, Schröder und Drude sprachen auch über die Entwicklung des Schmuggels bei Kokain oder synthetischen Drogen (z.B. Ecstasy). „In den ersten drei Monaten 2017 hat der Zoll schon mehr Kokain sichergestellt, als im ganzen Jahr 2016. Ähnlich ist die Entwicklung bei Ecstasy. Das macht uns Sorgen, denn wir wissen, dass wir trotz intensiver Suche und umfangreichen Ermittlungen nur einen Teil finden können. Noch schwieriger wird es, wenn die Drogen erst einmal im Land sind. Hier setzen wir auch mit gemeinsamen Ermittlungen mit der Polizei an.“, betonte der Leiter des Zollkriminalamtes, Norbert Drude.
Ziel sei es, in Zukunft verstärkt zusammenzuarbeiten und gemeinsam an wirksamen Maßnahmen zur Dezimierung von Drogendelikten zu arbeiten. Dazu gehört die Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit ebenso wie ein regelmäßiger Austausch über neue Handelswege wie beispielsweise den Handel im Internet.

 

Weitere Informationen unter www.drogenbeauftragte.de und www.zoll.de