Der Trend zum Nichtrauchen setzt sich fort

Berlin,  15. September 2017

Neue Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener

Köln/Berlin, 15. September 2017. Anlässlich des Deutschen Suchtkongresses, der vom 18. bis 20. September 2017 in Lübeck stattfindet, stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) neue Erhebungsdaten zum Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland vor.
Die aktuellen Studiendaten zeigen eine insgesamt positive Entwicklung beim Nichtraucherverhalten junger Menschen. So ist die Raucherquote bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren seit 2001 von 27,5 Prozent auf 7,4 Prozent im Jahr 2016 gesunken. Auch bei den 18- bis 25-Jährigen ist die Zahl der Rauchenden mit 26,1 Prozent im Jahr 2016 deutlich niedriger als in der Vergangenheit. Im Jahr 2008 rauchten noch 43,1 Prozent der jungen Erwachsenen.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, betont: „Die Studie der BZgA zum Suchtmittelkonsum junger Menschen bestätigt den erfreulichen Trend zum Nichtrauchen der letzten Jahre. Nachdem die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen schon seit längerem rückläufig ist, ist seit 2008 auch bei den 18- bis 25-Jährigen ein erfreulicher Rückgang zu verzeichnen. Das ist ein echter Erfolg unserer Präventionsanstrengungen! Aber wir müssen wachsam sein: Anders als konventionelle Zigaretten sind E-Zigaretten und Co. auch bei jungen Menschen auf dem Vormarsch, und die Industrie tut viel, damit sich dieser Trend fortsetzt. Einige dieser Produkte werden im Moment massiv beworben. Man darf sich von den hübschen Bildchen nicht täuschen lassen: Niemand kann heute verlässlich sagen, wie gefährlich die neuen Produkte wirklich sind.“

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erläutert: „Unsere neuen Daten belegen einen historischen Tiefstand der Zahl rauchender Jugendlicher. 80,9 Prozent der 12- bis 17-Jährigen haben noch nie in ihrem Leben geraucht. Das ist der höchste Wert jugendlicher Nieraucher seit der ersten BZgA-Studie zum Rauchverhalten junger Menschen in den 1970er-Jahren. Auch bei den 18- bis 25-Jährigenerreicht die Nieraucherquote im Jahr 2016 mit 40,4 Prozent einen Höchststand. Die zunehmende Distanz der Jugend zum Rauchen ist das Ergebnis nachhaltiger Präventionsarbeit. Diese Entwicklung spornt uns an, unsere Bemühungen in der Prävention konsequent fortzusetzen.“
Die BZgA-Daten zeigen auch, dass insbesondere bei den 18- bis 25-Jährigen Anstiege im Konsum von Wasserpfeife und E-Zigarette zu verzeichnen sind. So haben 18,1 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in den vergangenen 30 Tagen Wasserpfeife geraucht. Im Jahr 2008 waren es noch 7,8 Prozent. Aktuell geben 5,5 Prozent der jungen Erwachsenen an, innerhalb der letzten 30 Tage vor der Befragung E-Zigaretten konsumiert zu haben, im Vergleich zu 3,9 Prozent im Jahr 2012.

BZgA-Studie „Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland“:
Für die wissenschaftliche Erhebung der BZgA zum Rauchverhalten junger Menschen wurden im Zeitraum von März bis Juni 2016 bundesweit 7.003 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt.
Zu den Daten zum Rauchverhalten der 12- bis 25-Jährigen steht ab sofort ein Faktenblatt mit ausgewählten Ergebnissen unter www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention zur Verfügung.

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