Pressemitteilung 17. Legislaturperiode

bunt statt blau: Berliner Albert-Einstein-Gymnasium zeigt die besten Plakate gegen das Komasaufen

Drogenbeauftragte der Bundesregierung eröffnet neue DAK-Wanderausstellung zum Alkoholmissbrauch von Jugendlichen

Sekt, Sex und Sensenmann: Die besten Plakate gegen das sogenannte
Komasaufen gehen auf Deutschland-Tour. Im Berliner Albert-Einstein-Gymnasium eröffnet heute dieDrogenbeauftragte der Bundesregierung eine große DAK-Wanderausstellung zum steigenden Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Unter dem Motto „bunt statt blau“ hatten sich im Frühjahr 2010 8000 Schüler aus ganz Deutschland mit bunten Bildern und coolen Sprüchen an der Aktion der Krankenkasse beteiligt. Jetzt werden die Motive der 16 Landesgewinner in vielen Schulen gezeigt, um über die Gefahren des Rauschtrinkens aufzuklären.

Schirmherrin der DAK-Aktion „bunt statt blau“ ist die Drogenbeauftragte der
Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. „Der Plakatwettbewerb hat große Resonanz bei den Jugendlichen gefunden und viele Jugendliche auf kreative Weise dazu gebracht, sich kritisch mit dem Thema Rauschtrinken auseinanderzusetzen.“, so Mechthild Dyckmans. „Ich erwarte, dass die Wanderausstellung in den Schulen zum Anlass genommen wird, im Unterricht über den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol und die Gefahren des Rauschtrinkens zu diskutieren.“

Die beiden Schülerinnen Janine Conrad und Daniela Herbst aus dem Einstein-Gymnasium hatten den bundesweiten Wettbewerb gewonnen. Ihr Plakat zeigt einen Sensenmann, der auf ein bewusstloses und betrunkenes Mädchen wartet. Auch die anderen bunten Bilder zeigen sehr unterschiedlich die negativen Auswirkungen von zu viel Alkohol, zum Beispiel beim Liebesleben.

Hintergrund der Kampagne: 2008 landeten 25.700 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftungen im Krankenhaus. In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Betroffenen verdoppelt. Nach einer aktuellen DAK-Studie    bekennen sich 40 Prozent der Schüler offen dazu, dass sie sich regelmäßig am Rauschtrinken beteiligen. „Verbote allein lösen das Problem nicht“, erklärt DAK-Suchtexperte Ralf Kremer. „Deshalb kommen die Jungen und Mädchen selbst zu Wort und zeigen die dunklen Seiten beim Thema Alkohol schonungslos auf.“

Schulleiter Holger Ambrosius findet die Wanderausstellung einen guten Ansatz. „Saufen und Komasaufen gelten als ‚cool’ und breiten sich leider aus, ob in Neukölln oder anderswo. Wenn Schüler mit tollen Plakaten zeigen, dass sie Komasaufen ‚ätzend’ finden, schreckt das bestimmt stärker ab als Ermahnungen von Erwachsenen.“

Die Plakate gegen das Komasaufen sind noch bis zum 5. November im Foyer des Albert-Einstein-Gymnasiums zu sehen. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag zwischen 9 und 13 Uhr für Besucher geöffnet.

Weitere Informationen unter www.dak-buntstattblau.de.

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