Pressemitteilung

Aktionstag gegen Glücksspielsucht

Neue Wege aus der Sucht – Das Filmprojekt „Treppe Aufwärts“

Jedes Jahr wird am 25. September der Aktionstag gegen Glücksspielsucht begangen, an dem bundesweit zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen stattfinden.

Dazu erklärt Marlene Mortler: „Glücksspiel ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Oft werden die Gefahren die von ihm ausgehen unterschätzt. Viele Menschen können ihr Spielverhalten nicht kontrollieren und geraten so in eine Abhängigkeit. Finanzielle Verluste, starke emotionale Belastungen, Konflikte in der Familie und Probleme am Arbeitsplatz sind die Folgen. Übersteigt das Glücksspiel die eigenen wirtschaftlichen Möglichkeiten, geraten ganze Existenzen in Not. Es ist mir wichtig, am Aktionstag gegen Glücksspielsucht auf die Risiken hinzuweisen.“

Pünktlich zum diesjährigen Aktionstag haben in Berlin die Dreharbeiten zum Spielfilm „Treppe Aufwärts“ begonnen, der das Thema Glücksspielsucht aufgreift. Die Filmemacher wollen „Aufklärungsarbeit leisten und die dramatischen Folgen, die aus verantwortungslosem Umgang mit Suchtmitteln wie Spielautomaten hervorgehen können, im Kino an ein möglichst großes Publikum herantragen“.

Marlene Mortler: „Der Film ‚Treppe aufwärts’ wird derzeit mit viel Leidenschaft, Engagement und großem ehrenamtlichen Einsatz produziert. Es ist eine tolle Sache, wenn großartige Schauspieler wie Hanno Koffler, Christian Wolff, Ken Duken und viele andere sich für ein solches Projekt engagieren. Sie rücken so das Thema Glücksspielsucht in den Blick einer größeren Öffentlichkeit. Erst in den Kinos, dann in den Wohnzimmern und hoffentlich auch breiter im Bewusstsein unserer Gesellschaft. Denn: Glücksspielsucht ist eine Krankheit, an der zu viele Menschen in Deutschland leiden, sei es direkt oder indirekt als Betroffene.“

Nach einer Repräsentativerhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2013 wird bevölkerungsweit die Zahl der problematischen Glücksspieler auf 1,5% geschätzt. Dabei liegt der Anteil der männlichen „Problemspieler“ deutlich höher als der der weiblichen. Bei weiteren 4% der Befragten der Studie kann von einem auffälligen Glücksspielverhalten gesprochen werden. Die Erhebung kommt darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass das Suchtpotential bei Geldspielautomaten am größten ist.

Neben den notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für legales Glücksspiel ist die Präventionsarbeit entscheidend. Die BZgA leistet seit vielen Jahren hervorragende Arbeit. So finden etwa auf der Internetseite www.check-dein-spiel.de Interessierte zahlreiche Informationen zum Thema und Betroffene Hilfe.

Weitere Informationen zu den Präventionsangeboten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Internet unter:
www.bzga.de
Und zum Filmprojekt TREPPE AUFWÄRTS unter:
http://treppe-aufwaerts.de/

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