Pressemitteilung

Fasching und Karneval bewusst genießen –
Fastenzeit nutzen!

Ob Fasching oder Karneval, viele Menschen in Deutschland nutzen die närrischen Tage, um beschwingt und ausgelassen zu feiern. Doch was fröhlich beginnt kann bitter enden. Jahr für Jahr werden in dieser Zeit insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

Marlene Mortler: „Genießen Sie Fasching oder Karneval bewusst! Fröhlichkeit und Spaß sollten an erster Stelle stehen und nicht ein unkontrollierter Alkoholkonsum. Jedes Jahr müssen viel zu viele Menschen wegen einer akuten Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt werden.“

Laut Krankenhausdiagnosestatistik wurden im Jahr 2014 insgesamt 118.562 Menschen wegen akuter Alkoholintoxikation im Krankenhaus stationär behandelt. Bei jungen Menschen bis 25 Jahren gab es in den vergangenen Jahren jedoch einen erfreulich rückläufigen Trend. Von 2012 bis 2014 ist die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Alkoholvergiftungen in der Altersgruppe der 10 bis 20-Jährigen deutlich von 26.673 auf 22.391 Patienten gesunken. Bei den 10 bis 15-Jährigen betrug der Rückgang fast 9 Prozent. Der Anteil der „Komasäufer“ im Alter von 15 bis 20 Jahren sank von 2012 bis 2014 von 22.674 auf 19.444. Neben dem Rückgang bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeichnet sich hingegen bei den 25 bis 40-Jährigen ein Trend nach oben ab. Hier stieg die Anzahl der Krankenhauseinweisungen wegen eines  akuten Alkoholrausches von 2012 auf 2014 von 22.800 auf 24.594 an.

Marlene Mortler: „Erwachsene sollten Vorbilder sein. Aber bei der Entwicklung der Zahlen des Rauschtrinkens können sie sich bei den Jüngeren etwas abgucken. Ich appelliere daher an alle Karnevalsjecken: Genießen Sie die ausgelassene Stimmung, indem Sie bewusst mit Alkohol umgehen. Der Begriff Fasching leitet sich im Übrigen von ‚Fastenschank‘ ab, dem letzten Ausschank alkoholischer Getränke vor der Fastenzeit. Mein Appell an alle: Nutzen Sie nach Karneval die Fastenzeit und überdenken Sie Ihren eigenen Alkoholkonsum! Noch besser: Verzichten Sie bewusst auf Alkohol – ganz im Sinne der Fastenzeit und Ihrer Gesundheit!“

Im pdf-Dokument der Pressemitteilung finden Sie einen Auszug aus der Krankenhausdiagnosestatistik des Statistischen Bundesamtes mit weiteren Details.

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