kick-dortmund

Auch DrogenkonsumentInnen haben ein Recht auf Menschenwürde. Unsere Kolleginnen und Kollegen im kick leisten hier jeden Tag einen ganz wichtigen Beitrag – und sie unterstützen die KlientInnen dabei, trotz einer Drogenabhängigkeit nicht noch schwerer zu erkranken, etwa an Aids oder Hepatitis. Nicht zuletzt gelingt es ihnen immer wieder, einen Einstieg in den Ausstieg einzuleiten.

Willehad Rensmann, Geschäftsführer der aidshilfe dortmund e. v.
Eingangsbereich der Drogenhilfeeinrichtung kick – ein Projekt der aidshilfe dortmund e. v.

Drogenhilfeeinrichtung kick

Die szenenahe Drogenhilfeeinrichtung kick in Trägerschaft der aidshilfe dortmund e. v. ist für Dortmunder Drogengebraucher die zentrale Anlaufstelle. Das kick integriert ein differenziertes System niedrigschwelliger Hilfen von der reinen Überlebenshilfe bis zur Vermittlung in eine Entgiftungseinrichtung.

Die Angebote zielen darauf ab,

•    Überleben zu sichern, Gesundheit zu erhalten und wiederherzustellen
•    psychische und physische Schäden – wie etwa Infektionsrisiken – zu vermeiden oder zu reduzieren
•    Wege zum Ausstieg aufzuzeigen, um ein selbstbestimmtes, suchtfreies Leben zu führen.

Entsprechend der Verzahnung von Gesundheitsprävention und differenzierter Begleitungs- und Betreuungsaktivitäten werden diese von einem interdisziplinären Team von Mitarbeitern mit medizinisch/krankenpflegerischer und sozialpädagogischer Ausbildung erbracht.

Konkret werden an sieben Tagen in der Woche folgende Leistungen erbracht:

•    Kontaktcafé: günstige Speisen und Getränke, Rückzugs- und Ruheraum, Spritzentausch, Wäsche waschen, Duschen

•    Beratung: Unterstützung bei persönlichen Problemen, unmittelbare Vermittlung (v. a. Entgiftung, Substitution), zu safer-use/safer-sex

•    Drogentherapeutische Ambulanz: kostenlose medizinische Behandlung (v. a. Wundbehandlung), Beratung und Test zu HIV und Hepatitis), Weitervermittlung ins medizini-sche Hilfesystem

•    Drogenkonsumraum: medizinisch kontrollierter, hygienischer Konsum illegaler Drogen, Notfallhilfe

Angebote im Kontext von HIV/Aids und Hepatitis sind ein wesentlicher Schwerpunkt. So entwickelten wir als bundesweit erste Einrichtung mit „test it“ schon vor Jahren ein niedrigschwelliges HIV-Beratungs- und Testangebot, das nunmehr die Basis für ein von der BzGA koordiniertes Bundesmodellprojekt ist.
Aktuell sind wir hier mit dem Ziel beteiligt, akut Drogenkonsumierenden den Zugang zu Hepatitis-Tests und -Behandlung zu ermöglichen.

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