ANTI-DROGEN-ZUG - REVOLUTION TRAIN

Ein Zug, der Schutz vor Drogenmissbrauch bieten soll? Ein Erlebnisprogramm statt eines Vortrags? Drogenprävention, die Spaß macht? Ja, das Alles ist der Anti-Drogen-Zug „Revolution Train“. Der stahlsilberne Riese kommt in ihre Städte, um dort Schüler anzusprechen und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Leben zu inspirieren.

Die Verwendung des Revolution Train kann eine sinnvoll Ergänzung sein, wenn er in die nachhaltig angelegte Suchtprävention vor Ort eingebettet ist und von erfahrenen Fachkräften der Suchtprävention vor- und nachbearbeitet wird.


Was ist das?

Der „Revolution Train” ist in seiner Form ein einzigartiges Projekt der Drogenprävention, zumal es auf Erlebnis mit allen Sinnen und auf Interaktion setzt. Den Projektkern bildet der Anti-Drogen-Zug – ein multimedialer mobiler Zug, dessen interaktive Form eine völlig neue Auffassung der Primärprävention realisiert, namentlich für Kinder und Jugendliche im Alter von 10-17 Jahren.
Das Ziel ist es, alle menschlichen Sinne anzusprechen, um die Sichtweise des Besuchers zu legalen und illegalen Suchtmittel zu hinterfragen und seine Widerstandsfähigkeit Drogen gegenüber zu erhöhen.

In der Hauptrolle: Erlebnis
Der Anti-Drogen-Zug besteht insgesamt aus sechs Wagons. Die Besucher gehen buchstäblich durch die reale Geschichte einer Drogensucht, die sie in mehreren Kinosälen in den einzelnen Wagons des Anti -Drogen-Zuges verfolgen. Nach jedem Filmabschnitt folgt eine realistisch nachgestellte Szene, die direkt mit Drogen zusammenhängt – eine Autounfallstätte, Gefängniszelle, Drogennest... In diesen Räumen findet dann die Interaktion zwischen dem Moderator und den Schülern statt. Dank der Kombination von Informationen, Sinneswahrnehmung und Diskussion mit dem Moderator kann der Besucher sehr gut nachfühlen, was Drogenmissbrauch mit sich bringt. Zugleich stimmen die Schüler an mehreren Stellen der „Zuggeschichte“ in Fragebögen ab, wie sie sich in der betreffenden Situation selber verhalten würden.

Es funktioniert
Bei Schülern kommt diese Art der Primärprävention sehr gut an. Das belegen Tausende Briefe nicht nur von den Schülern, sondern auch von ihren Lehrern. Im letzten Jahr haben ca. 8 000 Schüler am Pilotprogramm teilgenommen. Damals stand der Anti-Drogen-Zug noch am Bahnhof Prag-Dejvice.

In diesem Jahr, am 20. April (nach einer einjährigen Projekt-Evaluierung) brach der Zug zu seiner ersten Tournee auf. Dank der finanziellen Förderung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds konnte das Programm auch vollständig in die deutsche Sprache übertragen werden. Reaktionen mehrerer Hundert deutscher Schüler zeigen, dass der Anti-Drogen-Zug bei ihnen denselben positiven Anklang findet,  wie es auch  bei ihren tschechischen Altersgenossen der Fall ist. Ganze 89% der deutschen Schüler bewerteten das Programm mit der Schulnote 1 oder 2. Es zeigt sich, dass die Sprache des Präventionsprogramms im Anti-Drogen-Zug universell verständlich ist.

Daten, Daten, Daten

Im Rahmen des Programms nehmen die Schüler zusätzlich an einem Forschungsprojekt teil. Zu diesem Zweck füllen sie vor, während und nach dem Programm einen Fragebogen aus. Sie beantworten anonym Fragen bezüglich ihrer Freizeitgestaltung und ihrer Erfahrung mit Suchtmitteln. Nach Auswertung der Daten bekommen dann Städte oder Suchtbeauftragte ein genaueres Bild davon, wohin sie Schwerpunkte bei der anschließenden Drogenprävention setzen sollen. Ab Herbst werden Schüler die Fragen bereits auf elektronischen Geräten beantworten können; die Datenauswertung erfolgt dann dem entsprechend schneller.

Herbst-Tournee in Deutschland

Da das Problem, namentlich mit der Droge Crystal Meth, im deutsch-tschechischen Grenzgebiet nachwievor schwerwiegende Auswirkungen auf die Städte hat, haben viele Städte die Teilnahme im Anti-Drogen-Zug für ihre Schüler finanziell gefördert. Aufgrund des großen Interesses von deutscher Seite plant die Stiftung Neues Tschechien, die den Anti-Drogen-Zug betreibt, eine Herbst-Tournee auf deutschem Gebiet und sucht Koordinatoren, welche die Tournee organisatorisch betreuen möchten. Es können sich Städte, Länder oder Körperschaften melden, die an diesem Projekt der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit in der innovativen Drogenprävention mitarbeiten möchten.
 
Version 2.0
Das „Revolution Train“-Team hat bereits während des Pilotbetriebes die Studie der Version 2.0 fertig gestellt. Der neue Anti-Drogen-Zug wird sich die modernsten Technologien zur Nutze machen und zugleich wird er im Vergleich mit dem Prototypen wirtschaftlicher sein – sowohl aus dem Gesichtspunkt der Anschaffungskosten als auch Betriebskosten.
Im Oktober 2016 wird in Berlin das Modell der moderneren Version des Zuges 2.0 vorgestellt.

Kontakt

Bei weiteren Informationswünschen oder Fragen zum Projekt können Sie sich gerne an folgende deutschsprachige Ansprechpartner wenden:

Projektkoordination Anti-Drogen-Zug:
Pavla Witzel und Anna Vodička
Stiftungsfonds Neues Tschechien
Veverkova 1229/9, Prag 7, 170 00
Tschechische Republik

Tel: +420 777 47 3030

E-Mail: witzel@revolutiontrain(dot)cz
www.revolutiontrain.cz/de 

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