Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung lädt ein: 29. Januar 2015

Die „Alltagsdrogen“ Alkohol und Tabak im Visier - Eine doppelte Autorenlesung im Bundesministerium für Gesundheit

Jährlich sterben in Deutschland etwa 110.000 Menschen an den direkten Folgen des Rauchens. Infolge Alkoholkonsums kommen jedes Jahr 74.000 Menschen vorzeitig ums Leben. Die Bundesregierung setzt seit vielen Jahren auf Prävention - erfolgreich. So geht die Anzahl der Raucher stetig zurück. Auch beim Alkohol gibt es positive Entwicklungen, etwa im Bereich des „Rauschtrinkens“ bei Jugendlichen. Dennoch: Das Umdenken erfolgt nur schrittweise. Noch immer rauchen und trinken zu viele Menschen zu viel in Deutschland. gesundheitlichen Folgen sind dramatisch. Die Gefahren dieser weit verbreiteten Alltagsdrogen werden (vielfach) noch immer unterschätzt.

Die Erfolgsautoren Daniel Schreiber und Gregor Hens haben in ihren aktuellen Büchern die legalen Suchtmittel Alkohol und Tabak thematisiert. Ihre Bücher sind keine reinen Sachbücher. Sie bieten vielmehr spannende Biographien und unterhaltsame aber auch nachdenklich stimmende Einblicke. Die Drogenbeauftragte hat die beiden Autoren zu einer gemeinsamen Lesung ins Bundesministerium für Gesundheit eingeladen, um mit ihnen und dem Publikum über Alkohol und Nikotin zu diskutieren.

Ist der gesellschaftliche Umgang mit Alkohol und Tabak noch zeitgemäß? Darüber wollen wir uns vorlesen lassen und diskutieren am:

Donnerstag, 29. Januar 2015, von 18.30 Uhr bis ca. 20.30 Uhr

Bundesministerium für Gesundheit, Presseraum, Friedrichstraße 108, 10117 Berlin

Es lesen aus ihren Werken:

Daniel Schreiber (Autor des Buches „Nüchtern – Über das Trinken und das Glück“)

und

Gregor Hens (Autor des Buches „Nikotin“)

Im Anschluss an die Lesung:
Moderierte Diskussionsrunde mit den Autoren und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, MdB.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Besucher werden gebeten sich unter der folgenden E-Mail Adresse anzumelden:
andreas.deffner@bmg.bund.de

Hören Sie auch unsere Podcast-Interviews mit Daniel Schreiber und Gregor Hens unter: www.drogenbeauftragte.de/podcasts

Der Verlag über „Nüchtern“:
Mit großer Aufrichtigkeit und literarischer Kraft erzählt Daniel Schreiber die Geschichte seines Trinkens. Und benennt dabei die Tabus und Klischees, mit denen wir den ganz normalen Alkoholismus verdrängen.

Lange Zeit gehörte das Trinken so selbstverständlich zu Daniel Schreibers Leben wie die Arbeit. Manchmal fragte er sich, ob er nicht dabei war, die Schwelle zum Alkoholismus zu übertreten, doch meistens war die Rechtfertigung so griffbereit wie das nächste Glas Wein. Bis ihm irgendwann klar wurde, dass er längst dabei war, sein Leben zu zerstören – und sich schließlich Hilfe suchte. Eindrücklich schildert Schreiber seinen Aufbruch und die Mechanismen der Selbsttäuschung, die es so vielen Menschen erlauben, ihr Alkoholproblem zu ignorieren. Und er fragt, warum sich eine Gesellschaft eine Droge gestattet und danndiejenigen stigmatisiert, die damit nicht umgehen können.

Daniel Schreiber, geboren 1977, arbeitete als Redakteur für Monopol und Cicero und ist seit 2013 wieder freier Autor. Seine Texte erscheinen u. a. in der ZEIT, dem Philosophie Magazin, der Weltkunst und der taz. Von ihm liegt die Susan-Sontag-Biografie Geist und Glamour (2007) vor. Er lebt in Berlin.

Der Verlag über „Nikotin“:
Eine Hommage an die Zigarette und eine Erkundung der Sucht – Gregor Hens hat aufgehört zu rauchen und sucht nach den Nikotinspuren in seinem Leben.
„Ich rauche nicht mehr, aber es gibt immer wieder Momente, in denen ich an nichts anderes denken kann als an Zigaretten. Gerade ist so ein Moment. Ich sollte dieses Buch wirklich nicht schreiben, es ist viel zu riskant.“
Gregor Hens geht das Risiko ein und erinnert sich: An die erste Zigarette, mit der er in einer kalten Silvesternacht Raketen anzündete und schließlich daran zog, um seine Mutter zu beeindrucken, an den dichten blauen Dunst im Mercedes 280 SE seiner Eltern auf der Fahrt in die Ferien, und natürlich an den Genuss des Rauchens, an die Lust auf die nächste Zigarette und viele phantasievolle Spielarten des Aufhörens.
Ein leidenschaftlicher Versuch, die Sucht schreibend zu bannen.

Über Gregor Hens
Gregor Hens, geb. 1965 in Köln, lehrte zwei Jahrzehnte lang an verschiedenen amerikanischen Universitäten, zuletzt an der Ohio State University. Seit 2013 lebt er als freier Autor in Berlin. Er hat zahlreiche Romane übersetzt, unter anderem von Leonard Cohen, Rawi Hage, Marlon Brando und Will Self.

Gregor Hens, Moderatorin Kerstin Hoffarth, Marlene Mortler, Daniel Schreiber (von links)

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