Mechthild Dyckmans beim Neujahrsempfang 2012 der Suchthilfe der Zieglerschen Anstalten in Wilhelmsdorf
Am 30.01.2012 sprach die Drogenbeauftragte auf Einladung der Zieglerschen Anstalten in Wilhelmsdorf auf deren Neujahrsempfang der Suchthilfe zum Thema "Suchtrehabilitation am Scheideweg – wachsender Bedarf bei gedeckelten Reha-Budgets". "Die Bedeutung der Suchtrehabilitation für die Erreichung der Abstinenz wurde in vielen Studien bestätigt. Vor allem bei Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit ist die Quote hoch", wie Dyckmans in ihrem Vortrag herausstellte. Über 90 % der Rehabilitanden, die 2006 eine stationäre Rehabilitation wegen Alkoholabhängigkeit beendet haben, verblieben in den beiden folgenden Jahren im Erwerbsleben.
Mit dem Jahreswechsel sind erfreulicherweise auch Änderungen in Bezug auf die Rehabilitation Abhängigkeitserkrankter in Kraft getreten. Unter anderem haben die Deutsche Rentenversicherung und die Gesetzliche Krankenversicherung einen Leitfaden zur Erstellung und Prüfung von Rehabilitationskonzepten vorgelegt und sich auf ein "Gemeinsames Rahmenkonzept zur ganztägig ambulanten medizinischen Reha Abhängigkeitserkrankter" verständigt.
Weitere Redner waren der Vorstandesvorsitzende der Zieglerschen, Herr Prof. Dr. Harald Rau sowie Vertreter der Geschäftsführung der Suchthilfe der Zieglerschen Anstalten, der Landtagsabgeordnete der Bündnis 90/ Die Grünen für den Kreis Ravensburg, Herr Manfred Lucha und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, Herr Hubert Seiter.
Im Vorfeld der Veranstaltung besichtigte Mechthild Dyckmans gemeinsam mit Vertretern der Zieglerschen Anstalten und Patienten das Patientenhaus der ortsansässigen Fachklinik, den neuen Drogentherapiebau sowie die Abteilung Arbeitstherapie.
Informationen zur Einrichtung:
Die Zieglerschen sind ein diakonisches Unternehmen mit einem dichten Netzwerk sozialer Dienstleistungen. In der traditionsreichen Einrichtung rund um das oberschwäbische Wilhelmsdorf und in mehreren württembergischen Landkreisen arbeiten ca. 3.000 Frauen und Männer. Sie betreuen Kinder, Erwachsene und Senioren mit Behinderungen. Sie helfen Drogensüchtigen, Alkoholkranken oder Menschen mit Essstörungen. Sie beraten und behandeln Kinder mit Sprach- und Hörproblemen. Sie pflegen Seniorinnen und Senioren. Sie unterstützen Jugendliche, die in schwierigen Situationen Unterstützung brauchen.
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