Drogenbeauftragte besucht Sonnenhof e.V.
Anlässlich des Tages des alkoholgeschädigten Kindes am 9. September 2011 besucht heute die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, den Evangelischen Verein Sonnenhof e.V., einer Einrichtung, die Hilfen zur Erziehung für alkoholgeschädigte Kinder und Eingliederungshilfen für Menschen mit FASD anbietet.
Dazu erklärt die Drogenbeauftragte:
"FASD ist die häufigste angeborene geistige und körperliche Fehlentwicklung und sie ist zu 100% vermeidbar. Deshalb müssen wir alles tun, um Schwangere über die Gefahren des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft aufzuklären und sie dabei zu unterstützen, während der Schwangerschaft nicht zu trinken. Wir müssen aber auch den betroffenen Kindern gezielt helfen, damit sie trotz ihrer Beeinträchtigung bestmöglich gefördert werden."
Bisher existieren in Deutschland keine Standards für die Diagnose des fetalen Alkoholsyndroms. In der Ärzteschaft ist das Wissen um die Krankheit, ihre Symptome und Auffälligkeiten noch nicht weit genug verbreitet.
Deshalb hat die Drogenbeauftragte im Dezember 2010 die medizinischen Fachgesellschaften gebeten, wissenschaftlich fundierte diagnostische Leitlinien für Deutschland auf der Grundlage des neuesten Forschungsstands zu erarbeiten. Die Eckpunkte werden derzeit in den medizinischen Fachgesellschaften diskutiert. Voraussichtlich im Februar nächsten Jahres sollen erste Ergebnisse vorgestellt werden.
"Wissenschaftlich fundierte Leitlinien auf der Grundlage des neuesten Forschungsstands sind die notwendige Voraussetzung für die richtige Diagnose dieser Fehlentwicklung und ein wichtiger Schritt, um diesen Kindern gezielt zu helfen", so die Drogenbeauftragte.
Weitere Informationen:
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