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Tanzrausch statt Vollrausch

»Tanzrausch statt Vollrausch« steht für eine Aktion, mit der die Tanzschulen im Allgemeinen Deutschen Tanzlehrer-Verband (ADTV) dem Trend zum exzessiven Konsum von Rauschmitteln und dem Drogenkonsum aktiv entgegentreten. Hauptzielgruppe sind die 12- bis 16-Jährigen, da in diesem Lebensalter oftmals die ersten Rauscherfahrungen gemacht werden.

Eine Untersuchung der Universität Oldenburg hat nachgewiesen, dass Tanzen Jugendliche darin stärken kann, mit psychischen Belastungen besser umzugehen und so auf den Griff zu Suchtmitteln und Drogen zu verzichten. Ein wesentlicher Bestandteil der vom ADTV durchgeführten Aktion ist die Begleitung von Veranstaltungen durch lokale/regionale Suchtpräventionsstellen, die z. B. über die negativen Wirkungen von übermäßigem Alkoholkonsum aufklären.

Die moderne Tanzschule bietet ein umfangreiches Angebot an sinnvollen Freizeitbetätigungen, mit dem sie in der Lage ist, der aufgezeigten, negativen Entwicklung entgegenzuwirken. Ziel der Aktion »Tanzrausch statt Vollrausch« ist also, die Jugendlichen so früh wie möglich darin zu bestärken, erst gar keinen Alkohol zu trinken oder zu anderen Drogen zu greifen.

Um die Aktion auf eine breite Basis zu stellen, hat der ADTV die Absicht, möglichst viele seiner Mitgliedstanzschulen einzubinden. Aus diesem Grund präsentierte er während des Internationalen Tanzlehrerkongresses (INTAKO) Mitte April im Düsseldorfer Maritim-Hotel mehrere Veranstaltungen zu »Tanzrausch statt Vollrausch«. Neben einer Informationsstunde, bei der für die ADTV-Tanzlehrerinnen und -Tanzlehrer die Möglichkeit bestand, mittels Rauschbrillen einen Erfahrungsparcours zu absolvieren, diskutierten die Verbandsmitglieder anschließend mit der Schirmherrin, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Mechthild Dyckmans, sowie weiteren Fachleuten über die unterschiedlichen Möglichkeiten für Tanzschulen, den Rauschmittel- und Drogenkonsum von Jugendlichen einschränken zu helfen.

Tanzschulen, die sich zur Teilnahme am Projekt bereit erklären, unterzeichnen eine freiwillige Verpflichtungserklärung. Dazu zählen alkoholfreie Tanzpartys ebenso (inkl. Angebot von attraktiven alkoholfreien Getränken zu einem geringen Preis), wie z. B. der Verzicht auf Zigarettenkonsum durch die Mitarbeitenden während der Jugendveranstaltungen. Damit soll dokumentiert werden, dass das Thema Suchtvorbeugung in der Tanzschule insgesamt ernst genommen wird.

Abgerundet wurden die »Tanzrausch statt Vollrausch«-Aktionen während des INTAKO durch ein Hip Hop-Wettbewerb für die jüngsten Altersklassen, bei dem eine Cocktailbar ausschließlich alkoholfreie Getränke anbot. Mit diesem Turnier sollte den Tanzlehrenden im ADTV demonstriert werden, mit welch einfachen Mitteln attraktive Jugendveranstaltungen realisiert werden können, die die Zielsetzung der Aktion befördern.

 

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  • Mechthild Dyckmans (MdB), Drogenbeauftragte der Bundesregierung
  • Klaus Kaulich, Leiter SG 34.1 LKA NRW (Prävention Jugendsachen/Drogen­kriminalität/ Städtebau, Opferschutz, Gremien)
  • Dr. Ursula Kirsch, Chefärztin Abt. f. Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Psychosomatik u. Psychotherapie, LVR-Klinik Bedburg-Hau
  • Dr. Rüdiger Meierjürgen, Leiter Prävention der Barmer GEK
  • Silke Morlang, Ginko-Stiftung für Prävention – Koordination der Sucht­vorbeugung in NRW
  • Bernd Hörmann, Vizepräsident des ADTV, Gesprächsleiter
Mechthild Dyckmans bei der Veranstaltung Tanzrausch statt Vollrausch

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Mechthild Dyckmans bei der Veranstaltung Tanzrausch statt Vollrausch

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