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Trinationales Gespräch zur Glücksspielsucht

Im April 2011 fand im Beisein der Drogenbeauftragten der Bundesregierung ein trilaterales Fachgespräch "Aktuelle Entwicklungen beim Glücksspiel in Deutschland, Österreich und der Schweiz" statt. Expertinnen und Experten aus den drei Ländern diskutierten über die aktuelle Situation des Glücksspielwesens und der Glücksspielsucht und tauschten sich über ihre Erfahrungen mit der Suchtprävention und dem Umgang mit Spielsüchtigen aus.

"Der Glücksspielsektor befindet sich derzeit europa- und weltweit im Umbruch. In dieser Situation ist ein Erfahrungsaustausch mit den deutschen Nachbarstaaten von enormer Bedeutung, damit wir voneinander lernen können", so Dyckmans.

In Deutschland steht in diesem Jahr nicht nur die Neuverhandlung des Glücksspielstaatsvertrags, sondern auch die Novellierung der Spielverordnung an.
Als eine wichtige Erkenntnis hat sich für die deutsche Seite gezeigt, dass die fortlaufende Begleitung, Bewertung und Evaluierung der getroffenen Maßnahmen notwendig ist. Die Entwicklung gerade im Automatenspiel verläuft teilweise so schnell, dass eine ständige wissenschaftliche Begleitung notwendig ist, um suchtproblematische Veränderungen umgehend erkennen und verhindern zu können.

"Auch wenn die Ausgestaltung des Glücksspiels in allen Ländern zum Teil sehr unterschiedlich ist, so hat sich doch eine Gemeinsamkeit gezeigt: Alle Länder bemühen sich intensiv darum, der Entstehung von Spielsucht vorzubeugen," erklärt die Drogenbeauftragte. "Bei der Diskussion wurde deutlich, dass gesperrte problematische oder pathologische Spieler häufig auf das Glücksspielangebot der Nachbarländer ausweichen. Das zeigt, dass Glücksspielsucht nicht nur auf nationaler Ebene begegnet werden kann. Es bedarf auch einer grenzüberschreitenden Abstimmung nationaler Regelungen zum Spielerschutz."

Die beteiligten Experten bewerteten den Austausch als sehr hilfreich; der Trialog soll fortgesetzt werden.

Weitere Informationen zur Glücksspielsucht in Deutschland finden Sie hier.

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