Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik

Die Strategie von 2012 ist auch heute noch unser Kompass für die Drogen- und Suchtpolitik. Mittlerweile ist es auch international gelungen, den breiten Ansatz aus Prävention, Schadensminderung, Behandlung und Strafverfolgung zum Maßstab zu machen. Auf der Weltdrogenkonferenz UNGASS im Frühjahr 2016 stand die deutsche Strategie Pate"

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Die Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik wurde 2012 durch das Bundeskabinett beschlossen. Die Nationale Strategie wurde von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit entwickelt und wird von allen Bundesressorts getragen. Sie beschreibt die Grundlagen und Herausforderungen der Drogen- und Suchtpolitik der nächsten Jahre und löst den Aktionsplan Drogen und Sucht von 2003 ab. Hauptziele der Strategie sind die Reduzierung des Konsums legaler und illegaler Suchtmittel sowie die Vermeidung drogen- und suchtbedingter Probleme.

Die Strategie setzt einen besonderen Schwerpunkt auf zielgruppenspezifische Suchtprävention, Gesundheitsförderung und Frühinter-vention. Darüber hinaus bezieht sie Maßnahmen zur Beratung und Behandlung, Hilfen zum Ausstieg, Maßnahmen zur Schadensreduzierung sowie gesetzliche Maßnahmen ein. Für die einzelnen Suchtstoffe und Suchtformen werden in der Strategie konkrete Zielsetzungen  aufgeführt und mit Maßnahmen unterlegt.

Drogen- und Suchtrat

Der nationale Drogen- und Suchtrat ist ein Beratungsgremium und unterstützt die Bundesregierung im Bereich Drogen und Sucht. Er wird von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung berufen und setzt sich aus Vertretern

  • der Bundesressorts,
  • Ministerfachkonferenzen der Länder,
  • kommunalen Spitzenverbände,
  • Deutschen Rentenversicherung Bund,
  • Bundesagentur für Arbeit,
  • den Spitzenverbänden der Krankenkassen sowie
  • Akteuren aus der Suchthilfe, der Suchtprävention und –forschung

zusammen.