Substitution

Über 77.000 Opiatabhängige erhalten in Deutschland eine Substitutionsbehandlung. Durch die Behandlung mit einem Ersatzstoff, zumeist Methadon, haben die Betroffenen die Chance, sich zunächst gesundheitlich und sozial zu stabilisieren und sich dann beruflich zu rehabilitieren.

Drogenbeauftragte unterstützt Initiative zur Verbesserung der Versorgungssituation in der Substitutionstherapie

Die Substitutionsbehandlung ist eine Erfolgsgeschichte in der Suchtbehandlung. Die Behandlung führt bei vielen Patienten zu einer erheblichen Verbesserung ihrer gesundheitlichen und sozialen Lebenssituation. Folgeerkrankungen können erfolgreich behandelt werden und den Patienten gelingt es, wieder ein stabiles Leben zu führen. Mit dem Ziel mehr Ärztinnen und Ärzte für diese Tätigkeit zu gewinnen, unterstützt die Drogenbeauftragte die Kampagne "Bitte substituieren Sie!".

Substitutionsregister

Nach § 13 Abs. 3 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) in Verbindung mit § 5a der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) führt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für die Länder das Substitutionsregister. Seit dem 1. Juli 2002 hat jeder Arzt, der Substitutionsmittel für einen opiatabhängigen Patienten verschreibt, der Bundesopiumstelle im BfArM unverzüglich die in § 5a Abs. 2 BtMVV vorgeschriebenen Angaben zu melden. Ferner haben die Ärztekammern zum 31. März und 30. September eines jeden Jahres der Bundesopiumstelle diejenigen Ärzte, welche die Mindestanforderungen an eine suchttherapeutische Qualifikation erfüllen, mitzuteilen.

Die Anzahl der gemeldeten Substitutionspatienten ist seit Beginn der Meldepflicht deutlich angestiegen und beläuft sich heute auf ca. 77.000.