Europäischer Drogenbericht

Jede Droge ist gefährlich. Das gilt gerade auch für die vielen aus ausländischen Drogenküchen auf den deutschen Markt gespülten so genannten Legal Highs. Sie gaukeln als ‚Kräutermischungen‘ oder ‚Badesalze‘ eine vermeintliche Harmlosigkeit vor, die sie allerdings nicht haben. Im Gegenteil. Im vergangenen Jahr sind allein in Deutschland 39 Menschen nach dem Konsum von Neuen Psychoaktiven Stoffen ums Leben gekommen. Dem Spiel mit dem Tod machen wir mit dem Gesetz ein Ende. Es ist uns gelungen, die juristisch hochkomplexe Materie in Hochgeschwindigkeit in Gesetzesform zu bringen. Mit dem Verbot ganzer Stoffgruppen schützen wir wirksam die Gesundheit.

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Synthetische Cannabinoide, die als "legaler" Ersatz für Cannabis verkauft werden, können hochgiftig sein. Der Europäische Bericht berichtet ausführlich über entsprechende Vorkommnisse und Todesfälle. So gab die EMCDDA im Februar 2016 eine Warnung bezüglich des synthetischen Cannabinoids MDMB-CHMICA heraus, das in Europa seit 2014 mit 13 Todesfällen und 23 nicht tödlichen Vergiftungen in Verbindung gebracht wurde. Das synthetische Cathinon alpha-PVP wurde seit 2011 mit fast 200 akuten Vergiftungen und mehr als 100 Todesfällen in Verbindung gebracht.

Europäischer Drogenbericht 2018

Der erschienene Bericht bietet eine Übersicht über aktuelle Herausforderungen, Trends und Entwicklungen in den 28 EU-Mitgliedstaaten, der Türkei und Norwegen. Er ist als Online – und Printversion in 24 Sprachen erhältlich