Drogenpolitik in der Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland hat international eine Vorreiterrolle in der Entwicklungszusammenarbeit zur Förderung der alternativen Entwicklung. Drogenpolitik ist auch Entwicklungspolitik!

Marlene Mortler MdB, Drogenbeauftragte der Bundesregierung

alternative Entwicklung statt Drogenanbau

Mit dem Projekt "Global Partnership on Drug Policies and Development" unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten will die Bundesregierung in den Drogenanbauregionen die Entwicklungspolitik in den Mittelpunkt legen.

Vor Ort sollen beispielsweise alternative Entwicklunge, im Vergleich zum Koka-, Schlafmohn- oder Cannabispflanzenanbau, gestärkt werden. Einkommensschwachen Bauern soll damit eine realistische Alternative zum Drogenanbau geboten werden. Dieser Ansatz muss international zu einem festen Bestandteil der Drogenpolitik werden. Das bisherige Engagement der Bundesregierung wird durch die "Global Partnership on Drug Policies and Development" nun weiter ausgebaut.

Das BMZ fördert beispielsweise bereits in Peru und Bolivien die Kakao- und Kaffeewirtschaft. In Myanmar werden Einkommensalternativen durch Gemüseanbau und Viehhaltung ermöglicht. Mit der Förderung der legalen Landwirtschaft wie in Kolumbien und in Myanmar schafft das Projekt eine wirkliche Alternative zur organisierten Drogenkriminalität.

Das Programm "Globale Partnerschaften" wird von der GIZ im Auftrag des BMZ durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit den Entwicklungspartnern sollen Beiträge zu globalen Herausforderungen und entwicklungspolitischen Fragestellungen erarbeiten werden.

Link zum Programm Globale Partnerschaften

Das Vorhaben ist in der Entwicklungszusammenarbeit das erste ressortübergreifende Vorhaben der Drogenpolitik. Es basiert auf einer engen Kooperation zwischen dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung im Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2019

Link zum Projekt