Drogenbeauftragte und Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte starten Info-Kampagne "Leben mit Medien"

Fünf Tipps für sinnvollen und altersgerechten Medienkonsum

Spielen, chatten, Vokabeln lernen: Digitale Medien sind für uns selbstverständlich. Doch neben den Vorteilen bergen Smartphones, Tablets und Co. auch Herausforderungen. Kommen Freizeit und Schule zu kurz durch den Medienkonsum? Oder kann mein Kind durch die viele Zeit vor dem Bildschirm nicht mehr einschlafen? Und ist es in der Lage, mit sensiblen Daten vorsichtig umzugehen? Technisches Wissen bedeutet noch lange nicht Medienkompetenz. Ein gesunder Umgang mit digitalen
Medien ist wichtig. Und erlernbar. Doch Kinder brauchen dabei Unterstützung und Begleitung!

Dazu die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler:
„Ein gesunder Umgang mit digitalen Medien braucht klare Regeln. Eine davon lautet zum Beispiel: „Handys aus beim Essen!“ Hier muss sich das Bewusstsein aller schärfen. Aus diesem Grund starte ich jetzt gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte eine deutschlandweite Infokampagne, die Eltern die wichtigsten Regeln im Umgang mit digitalen Medien näher bringt!“

Eine aktuelle INSA-Umfrage hat ergeben, dass 49 Prozent der Eltern sich mehr Unterstützung bei der Vermittlung von Medienkompetenz wünschen. Ab dem Frühjahr 2019 werden die Informationsmaterialen – Flyer und Plakate – an die 6000 Mitglieder des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte verschickt. Darüber hinaus wird das Thema „Mediennutzungsverhalten“ im Rahmen der U-Untersuchungen verstärkt thematisiert.

Dazu der Präsident des Berufsverbandes der Kinder – und Jugendärzte e.V. Dr. med. Thomas Fischbach (Entwurf): „Die Digitalisierung unseres Lebens hat viele Gewinner und Verlierer – finanzieller Verlust, gesundheitliche psychosoziale Schädigungen. Kinder- und Jugendärzte hören und sehen, wie unbekümmert Eltern, weil uninformiert, mit digitalen Bildschirmmedien umgehen. Das wollen und werden wir ändern. Die Aktion „Leben mit Medien“ wird dabei unterstützen, Eltern und Kinder gleichermaßen fit für die digitale Welt zu machen!“

Bei der Umfrage stimmten außerdem knapp ¼ der befragten Eltern mit Kindern unter 18 Jahren zu, dass es in Ordnung ist, Kindern zwischen drei und sechs Jahren digitale Medien zu Weihnachten zu schenken. Umso relevanter sind daher die Empfehlungen der Kinderärzte, dass je kleiner die Kinder sind, umso größer der bildschirmfreie Raum in ihrem Leben sein sollte. Für Säuglinge und Kleinkindern sollten Bildschirmmedien gar nicht zum Einsatz kommen. Weitere Partner der Aktion „Leben mit Medien“ sind der Gesamtverband für Suchthilfe e.V. (GVS), die Kultusministerkonferenz (KMK), der GKV-Spitzenverband, der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Caritas, das Präventionsprojekt „Klasse2000“ und der Bundeselternrat.

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