COVID-19 und Suchtthemen


Die zunehmenden Restriktionen zur Bewältigung der Coronakrise führen dazu, dass immer mehr Einrichtungen der Suchthilfe schließen müssen.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig MdB, setzt sich intensiv für die Aufrechterhaltung niedrigschwelliger Angebote der Suchthilfe, eine stabile Fortführung der Substitutionsbehandlung und einen möglichst weitgehenden Erhalt der Suchtrehabilitation ein. Sowohl die Bundesregierung als auch die Sozialversicherungsträger leiten wesentliche Schritte ein. Nachfolgend finden Sie einen kurzen Überblick und weiterführende Informationen.

Gerade in der Krise sind viele Menschen mit Suchtproblemen auf Beratungsangebote vor Ort und Anlaufstellen, etwa Drogenkonsumräume, angewiesen. Die Drogenbeauftragte setzt sich dafür ein, dass diese Angebote im Rahmen des Möglichen erhalten bleiben.

Schreiben der Drogenbeauftragten an die DHS

Für Substitutionspatienten kann eine stabile Versorgung auch in der Krise überlebenswichtig sein. Die Drogenbeauftragte unterstützt die vielfältigen Anstrengungen, die Stabilität der Substitutionsversorgung zu sichern. Die mit der letzten Reform des Substitutionsrechts geschaffenen Flexibilisierungen (etwa die Take-Home-Vergabe und die Konsiliararztlösung) kommen jetzt zum Tragen. Um die rechtlichen Voraussetzungen der Substitutionsbehandlung noch weiter an den Bedarf in der Krise anpassen zu können, hat der Bundesgesetzgeber am 29.3.2020 eine Verordnungsermächtigung geschaffen.

- Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite

- Schreiben der Drogenbeauftragten an die substituierenden Ärzte   

- Schreiben Drogenbeauftragte an die Gesundheitsminister der Länder

- Eine Handreichung für kurzfristige und pragmatische Lösungen hat die Konferenz der Vorsitzenden von Qualitätssicherungskommissionen der Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland veröffentlicht.

LINK zur Handreichung

Die Drogenbeauftragte setzt sich dafür ein, die für viele Suchtkranke auch in der gegenwärtigen Situation dringend erforderlichen Möglichkeiten der stationären und ambulanten Suchtbehandlung zu erhalten. Mit den Renten- und Krankenversicherungen konnten hierfür pragmatische Lösungen erzielt werden. Mit dem Sozialschutzpaket hat der Bundesgesetzgeber zudem einen Rettungsschirm für die in diesem Bereich tätigen Kliniken geschaffen - erforderlich, um das Behandlungssystem über die Krise hinaus zu erhalten:

- Pressemitteilung DdB Reha vom 1.4.

- Rundschreiben Rentenversicherung Bund vom 27.3.

- Finanzielle Unterstützer für Soziale Dienstleister und Einrichtungen der Fürsorge durch einen befristeten Sicherstellungsauftrag der öffentlichen Hand

Eine Allianz zahlreicher Verbände rund um Familien- und Kindergesundheit begleitet Eltern mit einem neuen Angebot durch die Corona-Zeit. Unter www.kinderaerzte-im-netz  finden Eltern konkrete und alltagstaugliche Tipps zu allen Themen, die sie jetzt, in Zeiten der Kontaktsperre bewegen:

LINK zum Webangebot: Kinderärzte-im-netz.de

Neue Rechtsverordnung vereinfacht Verschreibung von Substitutionspräparaten während der Pandemie. Handlungsspielräume werden erweitert - die Entscheidungen bleiben bei den Ärzten.

Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung

Der G-BA hat im Zusammenhang mit der Pandemie mit SARS-CoV-2 zeitlich befristete Sonderregelungen in Bezug auf seine regulären Richtlinienbestimmungen getroffen.

LINK

COVID-19 Informationsangebote

Themenseite des Bundesministeriums für Gesundheit

Informationen zum Sozialschutz-Paket

Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung und zum Einsatz und zur Absicherung sozialer Dienstleister aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Themenseite des BMAS).