Migration und Sucht

Wir dürfen nicht warten bis es zu spät ist und müssen schnell passende Präventionsangebote schaffen.

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Suchterkrankung und –gefährdung können jeden betreffen, also auch Menschen mit Migrationshintergrund. Da Migrationsprozesse und ihre Nachwirkungen eine Vielzahl von psychosozialen Belastungen bergen, die eine Suchtentstehung begünstigen, sind Migrantinnen und Migranten einem besonderen Risiko ausgesetzt. Das gilt auch für Flüchlinge.

Im Rahmen eines informellen Expertengespräches hat der Arbeitsstab der Drogenbeauftragten im Sommer 2016 führende Suchtmediziner, die Suchthilfe und die Betreiber von Flüchtlingsunterkünften zusammengebracht, um die Lage zu sondieren.

Fazit: Für klare Aussagen ist es zu früh. Gleichwohl zeichnet sich schon heute eine besondere Gefährdung junger Flüchtlinge durch Alkohol und Cannabis ab.