Schadensreduzierung

Zu den gesundheitlichen Begleiterscheinungen und Folgen des Drogenkonsums zählen unter anderem Infektionskrankheiten wie HIV und Hepatitis, drogenbezogene Notfälle und im schlimmsten Fall drogenbezogene Todesfälle. Hinzu kommt eine Vielzahl an sozialen und psychischen Problemen. Deshalb stellen Maßnahmen zur Schadensminderung eine der vier Säulen der Nationalen Strategie der Drogen- und Suchtpolitik dar.

In den letzten Jahren sind diese Maßnahmen in Deutschland weiter in den Fokus gerückt. Seit dem Jahr 2016 liegt die Strategie der Bundesregierung „BIS 2030“ vor, die HIV, Hepatitis B und C und andere Infektionen bis 2030 substanziell eindämmen soll. Injizierende Drogenkonsumierende werden in dieser Strategie explizit als eine der Zielgruppen genannt, für die bedarfsgerechte Angebote geschaffen bzw. ausgebaut werden sollen.

Schadensmindernde Maßnahmen sollen Todesfälle durch Überdosierungen verhindern sowie Infektionskrankheiten reduzieren. Zu den Maßnahmen gehören: 

  • Vergabe von Spritzen und anderen Safer-Use-Utensilien
  • Bereitstellung von Testmöglichkeiten auf Infektionskrankheiten 
  • Behandlung von Hepatitis C bei Drogenkonsumierenden
  • Substitution als Behandlung und Form der Schadensminderung
  • Notfalltrainings und Einsatz von Naloxon
  • Drogenkonsumräume
  • Weitere zielgruppenspezifische Angebote