Überblick

Mit Informationskampagnen, Ausstellungen, Fortbildungen und Ratgebern trägt die Bundesregierung dazu bei, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene über die gesundheitlichen Auswirkungen, Gefahren und Risiken des Suchtmittel- und des Drogenkonsums informiert werden. Als Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit leistet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wichtige Beiträge zur Entwicklung und Umsetzung nationaler Aktionspläne und effektiver Programme.
Dazu zählt auch der Bereich der Suchtprävention mit den Schwerpunkten Tabak- und Alkoholprävention. Die entsprechenden Maßnahmen stärken das Wissen, die Einstellungen und die Fähigkeiten der Menschen, sich gesund zu verhalten, Risiken zu erkennen und zu vermeiden und so für die eigene und die Gesundheit anderer Verantwortung zu übernehmen. Mit der Evaluation und Qualitätssicherung sowie der Koordination und Kooperation nimmt die BZgA zur Umsetzung der Aufklärung auch nationale Gemeinschaftsaufgaben wahr.

Kampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Derzeit führt die BZgA folgende Kampagnen im Bereich der Sucht- und Drogenprävention durch:

Mit Ausstellungen, Fortbildungen und Ratgebern soll das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl von Heranwachsenden gestärkt und deren Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit gefördert werden. Aus einer starken, selbstsicheren Position heraus sollen Jugendliche Nein zu Suchtmitteln aller Art sagen können. Diese Kampagne, deren Schwerpunkt auf dem Freizeit- und Sportbereich liegt, wird in enger Kooperation mit den großen Breitensportverbänden sowie Organisationen aus der Jugendhilfe und Suchtprävention durchgeführt.

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"Rauchfrei" ist der Titel der nationalen Dachkampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Förderung des Nichtrauchens. Die Kampagne gliedert sich in zwei Schwerpunktbereiche und richtet sich mit spezifischen Maßnahmen und Angeboten zum einen an Erwachsene und zum anderen an Jugendliche.

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Alkohol wird in unserer Gesellschaft zu vielen Gelegenheiten getrunken: bei Feiern und Festen, zu Mahlzeiten oder zur Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, denn Alkohol ist, in geringen Mengen genossen, für gesunde Erwachsene nicht schädlich. Im Übermaß konsumiert, macht Alkohol jedoch abhängig und kann die Gesundheit und das Leben eines Menschen zerstören.
Wo verläuft die Grenze vom sogenannten risikoarmen, also nicht gesundheitsschädlichen Alkoholkonsum, zum riskanten, problematischen oder gar abhängigen Alkoholkonsum? Kennen Sie das Limit?

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Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene

Mit der Kampagne „Na Toll!“ sollen Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren vor der Entwicklung und Stabilisierung missbräuchlicher Konsummuster von Alkohol erreicht werden. Die Verzögerung des Einstiegsalters und die Reduzierung des exzessiven und riskanten Alkoholkonsums bei Jugendlichen stehen im Fokus zur Vermeidung alkoholbedingter Probleme bei Jugendlichen. Jugendliche, die sich noch in der Wachstumsphase befinden, sind im Vergleich zu Erwachsenen in erhöhtem Maße anfällig gegenüber alkoholbedingten Gesundheitsrisiken. „Na Toll!“ will Jugendliche dazu anregen, sich mit dem eigenen Konsum von alkoholischen Getränken auseinanderzusetzen und ihr Wissen über die gesundheitsschädigenden Folgen des übermäßigen Alkoholkonsums zu erhöhen.

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Im Kontext ihrer Präventionsmaßnahmen für den Bereich legaler Suchtmittel hat die BZgA den interaktiv und spielerisch ausgerichteten „KlarSicht – MitmachParcours zu Tabak und Alkohol“ entwickelt. Er steht im Zusammenhang mit der „Rauchfrei“-Jugendkampagne und der Kampagne „NA TOLL!“ zur Alkoholprävention. An acht moderierten Stationen wird in Gruppengesprächen der Alkohol- und Tabakkonsum thematisiert. Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren erhalten Entscheidungsgrundlagen und -hilfen, um ihr Genuss- und Konsumverhalten an einem gesundheitsförderlichen Verhaltensmuster zu orientieren. Neben der Aufklärung über Wirkungen und Suchtpotentiale zielt der Parcours geschlechtsspezifisch auf die Sensibilisierung von Schutzfaktoren ab. Multiplikatoren werden modellhaft Qualitätskriterien für das Gelingen zielgruppenspezifischer Kommunikation vermittelt. Zudem soll mit diesem Projekt die örtliche Präventionsstruktur aktiv unterstützt, ein Forum für lokale Beratungsstellen geboten und Multiplikatoren vor Ort bzw. auf Länderebene zur späteren Adaption dieses Modells motiviert und qualifiziert werden. Als erstes Bundesland hat Schleswig-Holstein das Konzept der BZgA übernommen und ab Januar 2008 die ersten landesweiten Einsätze des „KlarSicht-Parcours- Schleswig-Holstein“ mit lokalen Fachkräften durchgeführt. Sie wurden im Jahr 2007 durch die BZgA intensiv geschult und praxisorientiert auf ihre Aufgaben im Parcours vorbereitet. Zudem wurden 2008 in 31 Städten in 13 Bundesländern „KlarSicht“-Einsätze unter aktiver Einbeziehung der kommunalen Fachstellen in allen Schulformen absolviert, wobei Einsätze an Haupt-, Real-, Gesamt- und berufsbildenden Schulen überwogen. Für 2009 liegen der BZgA mehr als 450 Anfragen nach „KlarSicht“-Einsätzen aus allen Bundesländern vor.

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Ziel der Jugendfilmtage ist es, Jugendliche durch das Medium des Films gezielt auf die gesundheitlichen Risiken des Alkoholkonsums und des Rauchens aufmerksam zu machen und eine kritische Haltung zu legalen Suchtmitteln zu fördern.

Von Greifswald bis nach Frankenthal in der Nähe von Tübingen. Volle Kinos in fünfzehn Städten, quer durch Deutschland. Auch dieses Jahr waren die von der BZgA ausgerichteten Jugendfilmtage mit 15.000 Besuchern wieder ein voller Erfolg. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung eröffnete am 16. und 17. November in Kassel die Abschlussveranstaltung für 2011.

Unter dem Motto „Nikotin und Alkohol – Alltagsdrogen im Visier“ sind nicht nur nationale und internationale Kinofilme wie „Thank You for Smoking“, „Das Lächeln der Tiefseefische“ oder „The Insider“ gezeigt worden. Zwischen den Filmvorführungen klärten Wissensquiz, Frageduelle und Beratungs-Lounge über die gesundheitlichen Gefahren von Tabak- und Alkoholkonsum auf. Mitmach-Aktionen wie der Promille-Run  „Voll neben der Spur“ machten die Gefahren auf einprägsame und unterhaltsame Art und Weise deutlich, konnte man doch vor Ort mit Spezialbrillen einen simulierten Rausch und dessen Folgen erleben. Ein Blick in die Statistik zeugt vom Erfolg der Jugendfilmtage: Seit Beginn der Jugendfilmtage 2004 wurden etwa 123.000 Teilnehmende gezählt (115.000 Schülerinnen und Schüler und 8.000 Lehrkräfte).

Weiterhin besteht ein umfangreiches Informations- und Hilfeangebot unter der Internetadresse www.spielen-mit-verantwortung.de. Interessierte Nutzer und Nutzerinnen haben hier die Möglichkeit, mit einem automatisierten Selbsttest (www.check-dein-spiel.de) ihr Glücksspielverhalten zu überprüfen und sich über Glücksspiele, Glücksspielsucht und entsprechende Hilfeangebote zu informieren. Menschen mit Glücksspielproblemen können an einem internetbasierten, vierwöchigen Ausstiegsprogramm teilnehmen oder die wöchentliche Chat-Sprechstunde besuchen. Diese beiden Beratungsangebote werden von einer psychologischen Psychotherapeutin durchgeführt. Darüber hinaus werden gedruckte Informationsmaterialien angeboten, die kostenfrei bei der BZgA zu bestellen sind. Mit einer Anzeigenkampagne, die zum Ziel hat, die Bevölkerung über die Folgen problematischen Glücksspielverhaltens und die Hilfeangebote zu sensibilisieren und zu informieren, wurde in der zweiten Jahreshälfte 2008 begonnen.Zu den bundesweiten Maßnahmen gehört das kostenlose, telefonische Beratungsangebot zum Thema Glücksspielsucht unter der Nummer 0800 1372700.

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Mit HIV kann man leben. Weitersagen!

Kampagne zum Welt-AIDS-Tag am 01.12.2017:

Ziel der gemeinsamen Informationskampagne des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen Aids-Hilfe (DAH) und der Deutschen Aids-Stiftung (DAS) ist es Unsicherheiten gegenüber Menschen mit HIV abzubauen.